Im Moment bekommen wir immer wieder Anfragen zu einem Facebook-Statusbeitrag, der am 14.4.2017 veröffentlicht – und knapp 2000 Mal geteilt wurde.

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In diesem bekommt man als Facebooknutzer folgende Zeilen zu lesen:

Sie war Flüchtlingshelferin in Schweden.
Liebe Gutmenschen und alle anderen, seht es euch gut an, denn so etwas darf nicht vergessen werden.
Es kann jede Frau jeden Tag Treffen, da wir für unsere Facharbeiter ein Nichts sind.
Und ihr liebe Männer passt auf eure Frauen und Töchter auf wenn euch was dran liegt.

Der Statusbeitrag selbst sieht auf Facebook folgendermaßen aus (Hinweis: Aus Pietätsgründen, haben wir das untere Bild verpixelt)

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Zeitgleich macht auch dieser Statusbeitrag auf Facebook die Runde:

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Stimmt diese reißerische Aussage?

Sieht man sich den aktuellen Statusbeitrag auf Facebook an dann könnte man meinen, dass es sich um einen aktuellen Fall aus dem Jahre 2017 handelt.

Dem ist nicht so.

Es handelt sich hierbei um Elin Theresa Krantz die am 26. September 2010, also vor etwas mehr als 6,5 Jahren, ermordet wurde.  Dem Mord ging eine Vergewaltigung voran. Derzeit sieht man häufig ein Protraitfoto von ihr, begleitet mit dem Bild, in dem sie nackt und tot in einem Wald liegt. Beide Bilder sind echt und gehören in diesen Kontext.

Die Zeitung Göteborgs-Posten titelte am 28. September 2010:

En 22-årig gift man som bott i Sverige i ett år – det är mannen som sitter anhållen misstänkt för mordet på 27-åriga Elin Krantz.
(Inhaltsgemäß: Ein 22-jähriger verheirateter Mann, der seit einem Jahr in Schweden lebt, ist der Mann, der wegen Verdacht des Mordes an  der 27-jährige Elin Krantz in Haft sitzt)

Der anfangs mutmaßliche Täter erwies sich auch als schuldig des Mordes und der Vergewaltigung. Bei dem Täter Ephrem Tadele Yohannes handelt es sich um einen bereits mehrfach vorbestraften Mann, der zunächst vorgab, zwei fremde Personen haben die Tat begangen, was sich jedoch nicht bewahrheitete.

Mit Hilfe einer Sicherheitskamera aus der Bahn, in der Krantz und Yohannes aufeinander trafen, konnte sichergestellt werden, dass er die junge Frau belästigte und beim Aussteigen bereits verfolgte.

16 Jahre Haft, 600.000 Kronen Schmerzensgeld und Abschiebung aus Schweden!

Im März 2011 wurde Yohannes verurteilt. Nach Angaben des Expressen.se wurde er zu sechzehn Jahren Haft, 600.000 Kronen Schmerzensgeld an die Familie Krantz und anschließender Abschiebung aus Schweden verurteilt. Die Abschiebung aus dem Grund, weil er in Schweden als Flüchtling aus Äthopien registriert war.

Die Bilder

Die Bilder wurden zur Ermittlung und Beweissicherung von der Polizei verwendet. Jedoch wurden diese, so erfährt man aus dem Onlineauftritt von “The Local” aus Schweden, sehr früh unerlaubt entwendet und auf einer Porno-Website veröffentlicht. Dabei geht es speziell um die Bilder, auf denen sie nackt zu sehen ist.

The Local has reported previously on how pictures from the police investigation were leaked to a porn site and later also appeared on the blog of a Sweden Democrat

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