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Ich sitze hier am Kopfende meines Tisches und denke mal wieder so munter vor mich hin.

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Der Sommer war dann doch noch ein schöner geworden, die Schmetterlingscharen umvölkerten die Terrasse, der Flieder blühte monatelang, ja doch der Sommer war schön.

Ich weiß auch, wer dieses Jahr daran schuld ist, dass es um uns herum plötzlich kälter und ungemütlicher wurde. Nein, nichts von wegen Danke Merkel! Auch, wenn sich das durchaus anbieten würde, doch dieses Jahr zumindest war sie es nicht, denn eine mir bekannte junge Dame, meinte eines sonnigen Herbsttagsvormittag „Das ist ja gar kein richtiger Herbst, Herbst ist kalt und bedeckt.“ Was soll ich sagen, am Nachmittag war es dann kalt und bedeckt, danke dafür, es hätte ruhig länger sonnig bleiben können.

Während ich noch mit etwas Wehmut im Herzen an die warmen Tage denke, schleicht sich an Gedanke hinterlistig an mich heran und fährt mir dann mit Schwung durch die einzelnen Gehirnwindungen, kurz leuchtet das Bild eines Clowns vor meinem inneren Auge auf. Diese Kapserköppe, die als „Horror – Clown“ verkleidet, meinen, ihre Umwelt terrorisieren zu müssen. In welchen Niederungen der sozialen Wertepyramide muss man zu Hause sein, wenn man glaubt damit sein eigenes krümeliges Ego aufpolieren zu müssen.

Nichts gegen einen guten Streich

Versteht mich nicht falsch, nichts spricht gegen einen gut gemachten derben Streich, bin ich ein großer Fan von, aber doch bitte nicht monatelang, Leute sucht euch ein echtes Hobby, oder wenigstens jammert nicht, falls ihr während eurer „Horror – Clown – Mahnwache“ gehörig ein paar vors Fressbrett bekommt, denkt euch dann einfach „verdient, der Spaß ging einfach zu weit“. Es gibt einfach verschiedene Reaktionen, wenn man erschreckt wird, die einen werfen wie Kevin allein zu Haus die Arme in die Luft und rennen wild kreischend durch die Gegend, andere nehmen die Hasenfußtaktik und eilen wortlos hinfort, wieder andere kippen stumpf mit einem Herzkasper um, da wird es dann haarig für euch als „Erschreckkasper“, rennt ihr selber, leise stotternd „oh mein Gott, das wollte ich nicht“, von dannen, so winkt euch Ärgernis wegen unterlassener Hilfe, bleibt ihr, folgt Ungemach wegen fahrlässiger Körperverletzung. Nicht zu vergessen die nächste Reaktionskategorie, diejenigen, die die Gefahr mit einem schnellen trockenen Schlag bannen, das wäre die Kategorie „Aua mein Fressbrett, ich wollte doch nur spielen“.

„ES“

Egal wie man es sich betrachtet, dass da draußen ein paar Klöpse meinen einen auf „ES“ machen zu müssen, ist ja an sich schon schlimm genug, dass es aber in den sozialen Medien mental sparsam Betuchte gibt, die die Angst noch dadurch schüren, dass sie Falschmeldungen in Umlauf bringen und am besten noch gleich Kinder damit in Panik versetzen, zeigt uns deutlich, dass die Niederungen der sozialen Wertepyramide noch mindestens ein Kellergeschoss haben.

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Aber eigentlich sollen sie unterhalten

Grundsätzlich sollen Clowns die Menschen unterhalten, sie zum Lachen bringen, oder auch als Pierrot zum Nachdenken anregen, die Facetten der Clowns sind vielschichtig. Ein guter Freund von mir wollte schon immer ein Clown sein und hat dies auch durchgezogen, noch heute steht er regelmäßig auf der Bühne und unterhält mit seinen Familienmusicals Jung und Alt.

Realexistierende Horror – Clowns

Was die Klapskallis, die momentan die Straßen unsicher machen, völlig außer Acht lassen, ist den Unterhaltungsfaktor für die anderen, für sie ist das Erschrecken von Mitmenschen reiner egoistischer Selbstzweck, als ob es nicht ausreichen würde, wenn während vor den Wahlen, ebenfalls regungslos, reale Horror – Clowns uns an nahezu jeder Kreuzung, jeder Ampel, jeder Straße über den Weg stehen würden. Sie tragen keine Waffen, das brauchen sie auch gar nicht, sie sind bewaffnet mit einer plakativen Aussage, die sie uns ums Hirn hauen, in der Hoffnung, wir würden selbige, also die plakative Aussage erst nach der Wahl als dreiste Lüge enttarnen.

Wer will das schon sehen?

Der Schalk in meinem Nacken murmelt mir ins Ohr, ob die Horrormasken nicht eher als Schutz für den Passanten angebracht wurden, es weiß ja niemand, welchem Horrorkabinett die Gesichtszüge unter der Maske entgleist sind. Ein durchaus einleuchtendes Argument.

Virtuell existierende Horror – Clowns

Während ich noch so über die realexistierenden Horror – Clowns mit ihren plakativen Aussagen nachsinniere, zieht mich einer meiner Gedanken Richtung Neuland, da gibt es virtuell existierende, reale Horror – Clowns, dort treten sie gelegentlich sogar gebündelt auf, eine besondere Gruppe formiert sich aus Groß- und Müttern, sie sind weit über alle Grenzen bekannt. Nicht etwa alle namentlich, nein, vielmehr für ihren recht eigenwilligen Umgang mit vorgebrachter Kritik. Wir alle wissen Kritik bringt uns, wenn wir sie beherzigen, durchaus weiter, nicht immer so, wie vom Kritiker erhofft, aber einfach mal drüber nachgedacht, mag dazu führen, dass man minimal etwas am eigenen Verhalten oder Vorgehensweise ändert. Wie gesagt normaler Weise, es gibt eben auch Zweibeiner auf dieser Erde, die sich diesem positiven Einfluss erfolgreich entziehen und versuchen Kritiker mundtot zu machen. An welche Zeiten, oder Landstriche der jüngeren Vergangenheit erinnert mich das jetzt nur?

Wie ihr seht wir sind eigentlich immer von Horror – Clowns umzingelt, es tragen nur nicht alle Clownsmasken.

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