Produktempfehlung: Kaspersky lab

Betrügermails nutzen allerlei Köder, um sich als vertrauenswürdig zu tarnen. Eine dieser Tarnungen ist die angebliche Sicherheit des Nutzers.

-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Mimikama: Warnung

Eine erneute Mail gibt sich als “PayPal” aus und weist den Empfänger darauf hin, das angeblich jemand eine Transaktion vom eigenen Konto vollzogen hätte.

image

Der Inhalt der gefälschten Mail im Klartext:

E-Mail-Adresse […]@web.de
Datum 11. November 2015

Sicherheitsbenachrichtigung

Guten Tag,
In Ihren letzten Kontobewegungen hat unser System auffällige Transaktionen festgestellt.
Diese könnten auf Geldwäsche oder auf Zugriff Dritter zurückgeführt werden.
Falls Sie Ihre Identität nicht binnen 7 Tagen bestätigen können müssen wir Ihr PayPal-Konto sperren.

Verifizierung jetzt durchführen

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre PayPal-Sicherheitsabteilung

Die Mail enthält ein paar Indizien, an der man sie direkt entlarven kann, das deutlichste Indiz dabei ist die fehlende persönliche Anrede. Auch wenn diese Mail drastische Angstmacherei um Geldwäsche oder auf Zugriff Dritter hinweisen, so sollte man sich nicht dazu genötigt sehen, eine Verifizierung durchführen zu müssen und dem eingebetteten Link zu folgen.

Betrügerischer Inhalt

Diese Mail verfolgt nur ein Ziel: die Empfänger sollen der Bitte um Verifizierung folgen und den Link anklicken. Auf den Klick öffnet sich ein Browserfenster und eine installierte Schutzsoftware zeigt in diesem Moment eine entsprechende Warnung:

image

Man sollte jedoch immer die Augen offen halten, denn ohne Warnung oder eventuell ausbleibenden Meldungen gelangt man auf eine Seite, welche dem PayPal Login nachempfunden ist und den Besucher dazu auffordert, sich einzuloggen. Diese Seite ist nur schwer von der echten Seite zu unterscheiden, als Hauptmerkmal dient die fehlende HTTPS-Anzeige in der Adressleiste. Diese Seite trägt ebenso eine URL, welche PayPal nachempfunden ist, um dem Besucher eine Scheinsicherheit zu geben: paypal.verifizierung-user648613.me ist NICHT PayPal.

image

Nach dem Login versucht die gefälschte Seite dem Besucher persönlichen- und Adressdaten abzufragen, in einem weiteren Schritt auch sensible Bankdaten.

image

Ob Amazon, Ebay, PayPal oder ähnliche Portale, hier gilt die selbe Regel wie bei Banken:auf keinen Fall gültige Daten eintippen!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.

Artikel Vorschaubild: PathDoc / Shutterstock.com