Fortnite – ein Computerspiel, bei dem es darum geht, alle anderen zu töten, um zu überleben.

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Wie unser Kooperationspartner Safer Internet berichtet, bereitet vor allem Eltern dieses Spiel Sorgen. Hilfe! Mein Kind spielt Fortnite, was kann ich tun?

Was ist Fortnite?

Das Computerspiel “Fortnite” umfasst aktuell zwei Spielvarianten. In der kostenpflichtigen Variante muss mit anderen ein Fort (=Festung) aufgebaut werden, um die letzten menschlichen Überlebenden vor Zombies zu schützen.

Weitaus populärer ist jedoch die zweite kostenlose Variante, genannt “Fortnite Battle Royale”. Live-Streamings von bekannten Gamern haben inzwischen teilweise Millionen Zuseher/innen. Anfangs wird man mit bis zu 100 anderen Spieler/innen über einer einsamen Insel abgeworfen. Auf dieser gilt es nun Waffen und Ressourcen zu finden, um möglichst lange zu überleben. Alle müssen sich gegenseitig töten. Der letzte Überlebende bzw. das letzte Team gewinnt die Runde.

Waffengewalt ist zwar die einzige Handlungsoption, aber “Fortnite” enthält keine detailreichen Gewaltszenen. Im Spiel selbst fließt kein Blut und es gibt keine Leichen.

Seit März 2018 wird die mobile Version des Spiels für Smartphones und Tablets ausgerollt und es ist davon auszugehen, dass sich der Hype um “Fortnite – Battle Royale” weiter fortsetzt.

Für welches Alter eignet sich Fortnite?

Freigegeben ist das Spiel für Kinder ab zwölf Jahren – das dahinter stehende PEGI Rating bezieht sich allerdings nur auf die Inhalte des Spiels. Es umfasst zum Beispiel nicht die Kommunikation im Spiel. Bei “Fortnite – Battle Royale” können die Spieler/innen über den In-Game Chat miteinander sprechen und schreiben. Es kann durchaus vorkommen, dass Ihr Kind darin auch unangenehme Erfahrungen macht, wie z. B. beschimpft zu werden.

Was sollten Eltern über Fortnite wissen?

  • Man muss einen Account anlegen. Um Fortnite spielen zu können, muss Ihr Kind einen Account bei EPIC Games anlegen. Dafür muss eine E-Mail-Adresse angegeben und ein Name gewählt werden. Es wird nicht abgefragt, wie alt jemand ist.
  • Man spielt gegen andere Spieler/innen jeden Alters. Da Fortnite ein Online-Spiel ist, wird Ihr Kind gegen Spieler/innen jeden Alters weltweit antreten. Es kann weder der Spielechat abgedreht werden, noch ausgewählt werden, gegen wen gespielt wird.
  • Es gibt In-App Käufe. Das Spiel selbst ermöglicht den Kauf von virtueller Währung, sogenannten V-Bucks. Mit dieser können dann virtuelle Gegenstände wie Outfits, neue Siegestänze oder auch ein Zugang zu wöchentlichen Herausforderungen gekauft werden. Diese Gegenstände und Funktionen sind jedoch nicht unbedingt fürs Spielen notwendig. Die Zusatzpakete kosten aktuell zwischen €9,99 und €99,99.
  • Es gibt animierte Gewalt. In Fortnite bekämpfen sich die Spieler/innen – die Animation dieser Gewaltszenen ist comichaft und kommt ohne Blut aus. Trotzdem, es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass das Ziel des Spiels ist, sich gegenseitig umzubringen.
  • Worauf kann Fortnite gespielt werden? Fortnite ist derzeit für PC, Mac, PlayStation und XBox verfügbar und wird aktuell für Handy und Tablet ausgerollt.

Unsere Tipps

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind. Halten Sie Ausschau nach den richtigen Gelegenheiten, um mit Ihrem Kind darüber zu sprechen, was es online macht. Fragen Sie Ihr Kind, warum es Fortnite spielt.
  • Vereinbaren Sie Regeln. Sprechen Sie mit ihrem Kind darüber, wie es sich online verhalten und wie es auf unangemessene Inhalte regieren soll und vereinbaren Sie, wie lange es spielen darf. Ein guter Anhaltspunkt: Eine Runde in “Fortnite” dauert zwischen 10 und 20 Minuten.
  • Spielen Sie mit Ihrem Kind. Das mag ungewöhnlich klingen, aber um selbst besser mit dem Spiel und z. B. den Möglichkeiten, andere Spieler/innen zu melden, vertraut zu werden, ist das eine gute Möglichkeit.
  • Lernen Sie, wie Übergriffe gemeldet werden können. In Fortnite können Spieler/innen, die sich unangebracht verhalten, über das Spielmenü gemeldet werden. Vermitteln Sie Ihrem Kind dieses Wissen.
  • Ruhe bewahren. Nehmen Sie Ihre Sorgen ernst und sprechen Sie diese mit Ihrem Kind an. Vergessen Sie aber nicht, dass Computerspiele alleine nicht gewalttätig machen.

Text zu großen Teilen übernommen mit freundlicher Genehmigung von Childnet International.

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