Die sozialen Netzwerke haben viel verändert: als Nutzer dieser Netzwerke wird man mit einer wahren Flut an Informationen konfrontiert, Informationen um Themen, die man bis dato nicht kannte und sich dann mit Erschrecken einliest.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Shark-Finning ist einer dieser Begriffe, die ich bis dato nicht kannte und den ich ohne eine Useranfrage wahrscheinlich auch nie gekannt hätte. Als vor einigen Minuten die Frage “Gibt es das wirklich? Ich habe so etwas grauenvolles noch nie gesehen!“ über unser Meldeformular bei uns einging, war ich im Anschluss über das folgende Video sehr erstaunt (Vorsicht, expliziter Inhalt):

Es handelt sich hierbei um eine tatsächlich praktizierte Methode, bei der Haie lebendig gefangen werden. Ihnen werden im Anschluss die Flossen entfernt und danach werden die Tiere im Meer “entsorgt”, wo sie schwimmunfähig verenden. Bereits im Dezember 2010 schrieb “Sea Shepherd Deutschland e.V.” dazu (archivierte Version):

Haie sind stark gefährdet

Über 8.000 Tonnen Haiflossen werden jedes Jahr verarbeitet. Die Flossen machen nur bis zu 4% des Körpergewichts eines Hais aus. Das heißt, daß etwa 200.000 Tonnen an Haien als wertlos ins Meer zurückgeworfen werden.

[…]

Die Flossen werden getrocknet, gestapelt und verkauft, meist illegal. Die Käufer extrahieren die Kollagenfasern, reinigen sie und verarbeiten sie zu „Haiflossensuppe“.

Spätes Verbot

In der EU darf das grauenvolle Entfernen der Flossen nicht mehr praktiziert werden. In einem Artikel der WELT aus dem November 2012 erfährt man, dass die Praxis an sich bereits EU-weit seit dem Jahre 2003 verboten war, jedoch hatte man keine Möglichkeit gefunden, dieses zu kontrollieren [1].

Die Neuregelung schreibt nun vor, dass die Haifische intakt an Land gebracht werden müssen. Die Verordnung wurde vom Europaparlament vorab mit dem Rat ausgehandelt, in dem die 27 EU-Staaten vertreten sind.

Dennoch gibt es weiter diese Verstümmelungen und am Ende werden Gesetze alleine nicht helfen, sondern lediglich mehr Achtung vor dem Leben.

Zu diesem Thema gibt es auch einen Dokumentarfilm aus dem Kahre 2008:

Sharkwater from Rob Stewart on Vimeo.

Früher …

Wie eingangs erwähnt: früher hätte man das alles vielleicht gar nicht so mitbekommen. Doch nun stehen wir hier, in einer virtuellen Welt voller Informationen und erschreckender Meldungen. Es gilt, diese Informationen zu befragen, sie zu verifizieren und im Idealfall aus ihnen zu lernen.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady