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Wir bekommen vermehrt Anfragen zu einem bereits im letzten Jahr aufgekommen Thema – Sexualkundeunterricht in NRW.

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Grundlage für die Anfragen ist dieser Artikel. Schaut man auf das Erscheinungsdatum, so erweckt es durchaus den Anschein, als sei der Artikel am 14. August 2017 in Eigenleistung des Blogs erschaffen worden. Um den Spannungsbogen nicht zu überziehen: Dem ist nicht so. Es ist ein Artikel, der in dieser Form bereits am 19. Juni 2016 von Till-Reimer Stoldt für „Welt.de“ veröffentlicht wurde. Es fehlt also, wieder einmal, der Quellenhinweis – Thema Urheberrecht.

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Screenshot des Statusbeitrags auf Facebook, zu welchen wir Anfragen erhielten

Das aber nur zum rechtlichen Bereich, was ist jetzt mit den inhaltlichen Vorwürfen?

Auch dazu gab es bereits im letzten Jahr verschiedene Stellungnahmen unter anderen von der Schule der Vielfalt:

Erklärung von Schule der Vielfalt (21.06.2016)

Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie ist ein Antidiskriminierungsprojekt mit dem Ziel, im Bildungsbereich Vielfalt anzuerkennen und zu verankern. Denn Menschen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Ein Unterschied betrifft ihre sexuelle und geschlechtliche Identität. Das Projekt umfasst nicht das Unterrichtsthema Sexualpädagogik.

Schule der Vielfalt wurde im Jahr 2008 ins Leben gerufen. Ein Auslöser dafür war die Kenntnis von konkreten, zum Teil schwerwiegenden Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen von Lesben, Schwulen, Trans*Personen an Schulen. Dies betrifft sowohl Schüler_innen als auch Lehrkräfte. Heute ist Schule der Vielfalt ein bundesweites Projekt mit Ansprechpersonen in 14 von 16 Bundesländern. In NRW ist es ein Kooperationsprojekt der Rosa Strippe, dem rubicon, SCHLAU NRW und dem Schulministerium NRW.

Auf der Website des Antidiskriminierungsprojekts Schule der Vielfalt gibt es viele hilfreiche für Lehrkräfte aufbereitete Arbeitsmaterialien, die insbesondere Fragen von Antidiskriminierung und (teilweise intersektionaler) Akzeptanzarbeit betreffen (wie z. B.: Wie entsteht Diskriminierung? Rollen und Rollenbilder von Männern und Frauen. Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Gesetzgebung zu Antidiskriminierung in Deutschland und der EU). Alle Veranstaltungen und Aktivitäten von Schule der Vielfalt haben das Ziel, Kinder und Jugendliche in ihrer Selbstbestimmung zu stärken.

In den Medien wird über das Projekt missverständlich berichtet.

Dazu stellen wir fest:

In diesen Artikeln wird die schon ältere Diskussion um das Fachbuch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ (Tuider/Timmermanns) erneut aufgegriffen. Auf der Website von Schule der Vielfalt wird das Buch in der Sachliteraturliste nicht geführt. Trotzdem erwecken einige Medien den Eindruck, dass auf der Website von Schule der Vielfalt zu „Analsex“ aufgefordert würde. Dies ist nicht der Fall.

Um die hohe Qualität der Datenbank mit Unterrichtsmaterialien zu gewährleisten, wird diese zurzeit erneut überprüft. Zudem gibt es in der Fachwissenschaft fortlaufend Diskurse über Methoden und Materialien. Mit bereitgestellten Materialien verfolgen wir das Ziel, Lehrkräfte in ihrem Engagement für Akzeptanz und gegen Homo- und Transphobie zu unterstützen. Auf unserer Homepage können Sie weiterhin die Liste mit Anregungen zu erarbeitender Themen sehen:  http://www.schule-der-vielfalt.de/projekte_material.htm

Zudem stellt Schule der Vielfalt Interessierten gerne seine konkrete Antidiskriminierungsarbeit an Schulen sowie die von uns verwendeten Materialien vor.