Nacktfotos: Diese landen oft auf dem Handy / Artikelbild: nita - Shutterstock.com
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Depressionen, Angststörungen, Stress und auch geringes Selbstwertgefühl als Folgen

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Bei diesem Inhalt handelt es sich um eine Pressemitteilung von: pressetext.redaktion

Das Verschicken oder Erhalten von Bildern mit explizit sexuellen Inhalten kann den Geisteszustand von Jugendlichen auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Obwohl ein derartiges Verhalten nicht unbedingt immer negative Konsequenzen für Betroffene mit sich bringen muss, wird es vor allem dann gefährlich für die Psyche, wenn es unfreiwillig passiert.

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Deakin University, die erzwungenes Sexting mit Depressionen, Angststörungen, Stresssymptomen und einem geringen Selbstwertgefühl in Verbindung setzen.

„Heute nicht ungewöhnlich“

„Sexting ist heute unter jungen Erwachsenen nichts Ungewöhnliches und gehört zu den am weitesten verbreiteten Formen der sexuellen Online-Interaktion“,

erklärt Bianca Klettke von der School of Psychology der Deakin University. Jüngsten Erhebungen zufolge hätten rund 49 Prozent der Jugendlichen bereits mindestens einmal entsprechende Inhalte verschickt, 56 Prozent hätten solche Inhalte schon mal empfangen.

„Dieses Verhalten wird oft als besonders risikobehaftet angesehen, weil es in seinem Kontext auch um Bullying, ungewolltes Bloßstellen oder Gewalt gegen Frauen gehen kann“,

betont die Expertin.

Ein direkter Zusammenhang zu mentalen Schäden konnte bislang allerdings nicht festgestellt werden. Auch sie habe in ihrer Untersuchung keine pauschale Korrelation gefunden. Ganz anders sehe die Sache aber aus, wenn man solche Bilder ungewollt erhält oder zum Verschicken beziehungsweise Weiterverbreiten gezwungen wird.

„Solche Sexting-Erfahrungen wirken sich negativ auf die Psyche aus“,

stellt Klettke klar:

„Dieser Zusammenhang gilt ganz allgemein für beide Geschlechter.“

Männer sind öfter involviert

Für ihre Studie hat die Wissenschaftlerin gemeinsam mit Kollegen 444 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 21 Jahren zu ihren Sexting-Erfahrungen befragt.

Drei Viertel davon haben bereits entsprechende Nachrichten erhalten, etwa die Hälfte hat bereits welche verschickt. Ein Drittel der Teilnehmer bekam ungewollte Sexbilder, und knapp zehn Prozent gaben zu, diese unter Druck weitergeleitet zu haben.

Männer (78 Prozent beim Empfangen und 58 Prozent beim Verschicken) sind im Schnitt öfter in Sexting-Aktivitäten involviert als Frauen (66 Prozent beim Empfangen und 56 Prozent beim Verschicken).

„Interessant ist, dass das unfreiwillige Erhalten von Sexbildern bei Männern einen stärkeren psychologischen Schaden anrichten kann als bei Frauen. Um diesen Aspekt besser zu verstehen, ist aber noch weitere Forschung nötig“,

so die Forscher.

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