Faktencheck zu „SexEcology" und Ökosexualität

Faktencheck zu „SexEcology“ und Ökosexualität

Von | 21. Oktober 2019, 10:38

Bei „SexEcology“ wird die Natur zur Geliebten. Begründet wurde diese Bewegung durch zwei US-amerikanische Performance-Künstlerinnen.

„SexEcology“ – viele fangen mit dem Begriff recht wenig an. Und manche vermuten dahinter sogar einen Fake.

Gibt es tatsächlich Menschen, die sich als „ökosexuell“ betrachten?

Screenshot by mimikama.at

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hab ich da was verpasst? Ist das Verarsche, oder sollte das doch wahr sein

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Die Erde ist „ihre Geliebte“ und ihre Zuneigung wollen sie auch zum…

Der Faktencheck

Ja, diesen Trend gibt es. Begründet wurde diese Bewegung durch Annie Sprinkle (bürgerlich Ellen Steinberg) und Beth Stephens.

Sprinkle arbeitete als Prostituierte und Pornodarstellerin in New York City und entwickelte sich zur Künstlerin sowie Sexologin. Sie setzt sich für die Rechte von Sexarbeitern ein und ist zentrale Akteurin der Sex Positive Bewegung der 1980er Jahre. Sie erwarb als erster Pornostar einen Doktortitel.

Seit 12 Jahren arbeitet sie zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Elizabeth Stephens an Kunstprojekten und begründeten die neue „SexEcology-Bewegung„, die sich für Umweltschutz einsetzt. Eine Performance-Kunst, die irritiert.

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Das Konzept der Ökosexualität beruht darauf, dass die Natur zur Geliebten wird. Laut Sprinkle kann es erotisch sein, Bäume oder Pflanzen zu riechen oder ein kaltes Glas Wasser an einem heißen Tag zu trinken. Es geht um die Idee, etwas in der Natur mit Erotik aufzuladen.

Interessant: Das Wort Ökosexualität existierte bereits. Stephens und Sprinkle interessierten sich für Überschneidungspunkte von Sexualität und Ökologie – draus kreierten sie die „SexEcology“. So nutzten Menschen beim Online-Dating bereits lange vorher den Begriff Ökosexualität, um ihre sexuelle Ausrichtung zu beschreiben.

Mehr zur „SexEcolocy“ erfährst du in dieser Reportage von ARTE.

Fazit:

Auch wenn es für viele Menschen befremdlich wirkt – diese Bewegung existiert tatsächlich.

Kreiert durch zwei US-amerikanische Performance-Künstler geht es darum, die Erde nicht als Mutter zu sehen, sondern als Geliebte. Den Begriff Ökosexualität hingegen gibt es bereits schon länger und wurde nicht durch Annie Sprinkle und Beth Stephens definiert.

Artikelbild: Shutterstock / Von Just dance
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