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Steckbrief der “Amazon” Phishing-Mail: “Wichtige Mitteilung”

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Steckbrief dieser Phishing-Mail:

Optik

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Achtung! Der zweite Teil der Mail variiert! In jeder Mail kann etwas anderes stehen.

gorki

Inhalt:

Sehr geehrte Frau Gudrun ****,

Eine Prüfung der unten stehenden Transaktion hat ergeben, dass sie möglicherweise nicht durch Sie autorisiert wurde. Daher wurde diese Transaktion zurückgerufen.
Um weiten Betrug zu verhindern, wurde Ihr Amazon-Konto bis auf weiteres eingeschränkt. Wir bitten Sie daher ihr Amazon-Konto mit nachfolgendem Link zu bestätigen um die Einschränkung Ihres Kontos aufzuheben.
Wenn es sich bei der Transaktion um einen von Ihnen gewollten Auftrag gehandelt hat, bitten wir Sie, diesen nach der Bestätigung erneut durchzuführen.

Klicken sie hier um ihre Daten zu bestätigen

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499.99 €

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Gesamtbetrag:
506,89 €

Merkmale (Schlagwörter):

  • Amazon, nicht autorisierter Einkauf
  • Absender und Verkäufername
  • Absendedaten

Analyse:

Analyse von: Einschätzung: Detail:
Aufbau Stark E-Mail sieht mit allen Elementen stark wie eine echte Amazon-Mail aus. Farben, Rößen und Schriftarten passen zusammen.
Stil Stark Vorsicht! Die Mail ist frei von Fehlern. Die Sätze sind verständlich aufgebaut und weisen keine unnatürliche Satzstellung auf.
Anrede Stark Der Empfänger wird mit Vor- und Nachnamen angesprochen. Bitte nicht als ein Indiz für die Echtheit der Mail verstehen! Ebenso wir die E-Mail Adresse des Empfängers in der Mail wiederholt.
Argument Stark Aufgrund der angeblichen Verkäuferadresse und der Angabe einer fiktiven Bestellnummer kommt diese Mail überzeugend daher. Gepaart mit dem oben angeführten sauberen Stil wirkt die E-Mail sehr echt!
Phishing-
Formular
Aktiv Der Formularlink ist zunächst nicht erkennbar, da er verkürzt wurde. Erst nach dem Klick zeigt sich: berndt4.
Das Formular ist aktiv und sauber aufgebaut, stellt daher eine Gefahr dar.

Wir weisen nochmal darauf hin, dass die Absendedaten variieren!

Phishingformular

Bei aktualisierter und funktionierender Antivirensoftware wird man vor Phishing gewarnt.

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Ohne entsprechende Schutzsoftware landet man auf einem Phishingformular. Der Startbildschirm ist Amazon nachempfunden und wirkt authentisch. Hier haben es die Betrüger auf die Login-Daten abgesehen.

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Im nächsten Schritt werden persönliche Daten, sowie sensible Kreditkartendaten abgefragt.

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Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.