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An dieser Stelle greifen wir das Bild von Elin Theresa Krantz auf, deren Tod derzeit in den sozialen Netzwerken stark thematisiert wird.

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Die Schwedin Elin Krantz wurde am 26. September 2010 ermordet, dem Mord ging eine Vergewaltigung voran. Derzeit sieht man häufig ein Protraitfoto von ihr, begleitet mit dem Bild, in dem sie nackt und tot in einem Wald liegt. Beide Bilder sind echt und gehören in diesen Kontext.

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Entgegen anderer aktueller Aussagen wurde sie nicht erst vor 6 Monaten beerdigt, an diesen Stellen wurde ihr Tod lediglich völlig falsch datiert. Die Zeitung Göteborgs-Posten titelte am 28. September 2010:

En 22-årig gift man som bott i Sverige i ett år – det är mannen som sitter anhållen misstänkt för mordet på 27-åriga Elin Krantz.
(Inhaltsgemäß: Ein 22-jähriger verheirateter Mann, der seit einem Jahr in Schweden lebt, ist der Mann, der wegen Verdacht des Mordes an  der 27-jährige Elin Krantz in Haft sitzt)

Der anfangs mutmaßliche Täter erwies sich auch als schuldig des Mordes und der Vergewaltigung. Bei dem Täter Ephrem Tadele Yohannes handelt es sich um einen bereits mehrfach vorbestraften Mann, der zunächst vorgab, zwei fremde Personen haben die Tat begangen, was sich jedoch nicht bewahrheitete. Mit Hilfe einer Sicherheitskamera aus der Bahn, in der Krantz und Yohannes aufeinander trafen, konnte sichergestellt werden, dass er die junge Frau belästigte und beim Aussteigen bereits verfolgte. Im März 2011 wurde Yohannes verurteilt. Nach Angaben des Expressen.se wurde er zu sechzehn Jahren Haft, 600.000 Kronen Schmerzensgeld an die Familie Krantz und anschließender Abschiebung aus Schweden verurteilt. Die Abschiebung aus dem Grund, weil er in Schweden als Flüchtling aus Äthopien registriert war.

Die Bilder

Die Bilder wurden zur Ermittlung und Beweissicherung von der Polizei verwendet. Jedoch wurden diese, so erfährt man aus dem Onlineauftritt von “The Local” aus Schweden, sehr früh unerlaubt entwendet und auf einer Porno-Website veröffentlicht. Dabei geht es speziell um die Bilder, auf denen sie nackt zu sehen ist.

The Local has reported previously on how pictures from the police investigation were leaked to a porn site and later also appeared on the blog of a Sweden Democrat.

Warum erneut in der Diskussion

Der Mord und die Vergewaltigung an Elin Krantz ist zwar nun über 5 Jahre her, jedoch wird es in der aktuellen Diskussion um sexuell aggressive Übergriffe durch Flüchtlinge auf Frauen erneut thematisiert. Faktisch gesehen ist das aufgrund der Sachlage durchaus im Rahmen des Möglichen, da es sich bei dem Täter um einen straffälligen Flüchtling handelt und bei Elin Krantz um ein einheimisches Opfer. Bei der Hinzunahme dieses Mordes als Argument muss man jedoch deutlich dazu sagen, dass zum einen die Tat mehrere Jahre in der Vergangenheit anzusiedeln ist, zum anderen der Täter rechtskräftig verurteilt ist und auch nach der Verurteilung abgeschoben wird.

Fraglich an dieser Stelle sind lediglich die Titulierungen wie “Willkommensbefürworterin” in Richtung Elin Krantz, denn zum einen verletzt man die Würde Verstorbener nicht, zum anderen ist der Nachweis für diesen Vorwurf nicht zu erbringen.

Ebenso ist zu diesem Thema steht die Integrationspolitik Schwedens wieder im Focus. Das ist nicht neu! Schweden steht mit seiner offenen Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik sowohl durch Stimmen von innen aber auch außen immer wieder in der Kritik, der selbst erhoffte Mustereffekt hat sich nicht so durchgesetzt, wie oftmals erhofft.

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(Screenshot: The Local)

Als Beispiele für eine missglückte Politik in Schweden werden daher oftmals die Unruhen in Stockholm von 2013 (siehe zum Thema Unruhen z.B. Spiegel)  herangezogen, aber auch dieser in diesem Artikel thematisierte Mord mit vorangegangener Vergewaltigung.

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