“Schulunterricht 2015. Lesen,Schreiben und Rechnen ungenügend,aber Hauptsache man weiss,wie man einen Dildo einführt.Armes Deutschland,du bist am Ende.”

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

So beginnt ein Statusbeitrag, der zwar bereits Ende Mai 2015 veröffentlicht wurde, aber dieser im Moment immer und immer wieder kommentiert wird.

image

Stimmt das?

Das Bild zeigt nun eine weibliche Person, welche in einer Art Klassenzimmer diverse Stellungen mit einem Liebesspielzeug aufzeigt. Viel mehr Informationen gibt dieses Bild jedoch nicht her.

Und das alles in Deutschland?

Das Bild gibt nun keine Auskunft über seine Herkunft, auszuschließen sind jedoch zunächst alle Länder, welche nicht das lateinische Alphabet nutzen (siehe Wiedergabe auf der Leinwand: “HIV/AIDS”). Für die Kommentatoren scheint es jedoch unzweifelhaft Deutschland zu sein.

lump2
(Screenshot: Facebook)

Dann werden wir mal schauen, wer hier die Anleitung zu Ausrottung der germanischen Rasse gibt und ob das Foto echt ist.


SPONSORED AD


Das Bild ist kein Fake, ABER …

… wo manche Menschen den Bezug zu Deutschland hernehmen, ist sehr schleierhaft. Vielleicht wollen sie es so. Jedoch hat dieses Bild nicht im Entferntesten mit einer deutschen Schule zu tun. Wenn man hier nämlich ein wenig nach der Geschichte dieses Bildes sucht, so bemerkt man, dass dieses Bild nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA in der Debatte um den Sexualkundeunterricht genutzt wird.

Es gibt zu diesem Bild noch weitere Bilder, auf denen man die Dame besser erkennen kann.

image

An dieser Stelle wird es nun schwierig, denn der Artikel spricht in der Tat von einem Sexualkundeunterricht und das Minderjährigen der Umgang mit Erwachsenenspielzeugen beigebracht werde, jedoch muss man hier auf die Art des Mediums, sowie die Autorin schauen:

Es handelt sich hier um Satire!

Der Artikel ist “non-fictional” und entstammt der Autorin (dem Pseudonym) Jane M. Agni, die für den National Report schreibt, welcher in etwa gleichzusetzen mit dem Postillon oder der Tagespresse ist: es sind Satiremedien!

image

Also ist die ganze Gechichte ein riesen Fake!

Aber wir wären nicht ZDDK/Mimikama, wenn wir nicht erklären könnten, wer das auf den Fotos ist und warum diese Frau das macht.

Es handelt sich hierbei um die Kanadierin Carlyle Jansen.

image
(Screenshot & Quelle: thestar.com)

Die Dame betreibt einen Erotikshop speziell für Frauen (Good for Her) in Toronto und gibt, aufgrund der hohen Nachfrage, Workshops für Interessierte und hat auch eine Initiative mitbegründet, welche speziell jungen Erwachsenen eine Hilfe sein soll.

Last year, she and some colleagues started the Sexual Health, Education and Pleasure Project (SHEPP), a non-profit that offers workshops for young people with an emphasis on pleasure. Last month the SHEPP website was launched.

Aus einem dieser Workshops, welcher absolut freiwillig besucht werden kann und nichts mit dem staatlichen Schulbildungssystem zu tun hat, dürfte dieses Foto stammen.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady