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Uns erreichen abermals Anfragen zum Thema Inhaltsstoffe von Grippeimpfstoffen und deren angeblich so giftige Wirkung.

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Es geht um dieses Bild:

Was ist denn da nun dran?

Nun könnte ich mir das einfach machen und einfach den Link zum Paul-Ehrlich-Institut posten, und jeder schaut nach, wieviel von was wo drin ist, aber ich mache es mir nicht einfach.

Hier sieht man nämlich, was und in welchen Mengen in den Impfstoffen enthalten ist und welche Impfstoffe in Deutschland zugelassen sind. Außerdem kann man über PharmNet dann auch noch die Fach- und Gebrauchsinformationen einsehen, wie im übrigen für jedes in Europa zugelassenes Medikament, jede Information ist öffentlich einsehbar und keine Geheimnis.

Gehen wir die Liste mal durch:

1.) Formaldehyd

Formaldehyd ist krebserregend bei dauerhafter Exposition, ohne Frage, aber man sollte auch wissen, dass die meisten Formaldehydvergiftungen beim Menschen durch Alkoholmissbrauch von minderwertigen alkoholischen Getränken verursacht werden. Und zwar geschieht dies über den Abbau des minderwertigen Alkohols Methanol. Hierbei produziert der Körper das Formaldehyd selber, und zwar in toxischen Mengen. In der Atemluft ist Formaldehyd krebserregend, ab einer bestimmten Dosis. „Bei Raumluftwerten von oder unterhalb von 124 µg Formaldehyd pro Kubikmeter ist praktisch keine krebsauslösende Wirkung mehr zu erwarten. Bei wiederholter, deutlicher Überschreitung dieses Wertes können gesundheitliche Risiken bestehen.” (Siehe: Bundesinstitut für Risikobewertung)

In Impfstoffen können Spuren von Formaldehyd vorhanden sein, was bedeutet, dass die Menge so gering ist, dass sie eben gerade noch nachweisbar ist. Im übrigen produziert unser Körper andauernd Formaldehyd und in jeder Birne ist davon mehr drin, als in einer Impfdosis. Voll gefährlich, diese Birnen…
(Siehe: Wikipedia und Robert-Koch-Institut)

2.) Octylphenolethoxylat (Triton X-100)

Hierbei handelt es sich um ein Reinigungsmittel um Zellen und deren DNA zu reinigen, die Menge, in denen es in wenigen Impfstoffen enthalten ist, ist jedoch sehr gering und nicht toxisch. (Siehe: Wikipedia und Deutsche Apothekerzeitung)

3.) Thiomersal

Thiomersal ist eine Quecksilberverbindung, die zur Haltbarmachung von Impfstoffen eingesetzt wird. Quecksilber!!!11einself!  und schon denken wir alle an kaputte alte Fieberthermometer und wie giftig das ist. Eine Dosis von 150 – 300 mg sind tödlich für den Menschen. In einem normalen Haifischsteak befinden sich noch gut 0,8 mg/kg und in einer Impfung 5 µg, das sind weniger als in einem Haifischsteak von 100g. In den meisten Impfstoffen ist Thiomersal aber schon lange nicht mehr enthalten, obwohl es zulässig wäre.

4.) Monobasisches Natriumphosphat (MSP) und andere Natrimphosphate

Das ist ein Puffer, der sich auch in Infusionslösungen befindet und sowohl als Backpulver als auch als Trennmittel bei Lebensmitteln eingesetzt wird. Ups, bei Lebensmitteln? Dann muss es ja hochgefährlich sein… Eine Angabe zu Grenzwerten und Giftigkeit kann daher nicht gefunden werden. (Siehe: Wikipedia und CliniPharm)

5.) Kaliumchlorid

…ist das Kaliumsalz der Salzsäure. Kaliumchlorid wird in der Lebensmitteltechnik als Festigungsmittel und Geschmacksverstärker eingesetzt. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 508 ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für alle als Zusatzstoff zugelassenen Lebensmittel erlaubt. Das bedeutet, dass es für Kaliumchlorid keine Höchstmengen gibt und auch keine Grenzwerte und in den Impfstoffen ist es nur im µg-Bereich enthalten, also voll mega giftig (Ironie!). (Siehe: Wikipedia)


6.) Calziumchlorid

…ist ebenfalls ein Salz und wird als Trocknungsmittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Fast so giftig wie Kaliumchlorid. Wird bei der Herstellung von Käse und Tofu eingesetzt, also sofort auf Tofu und Käse verzichten. Ebenfalls bei der Trinkwasseraufbereitung, also nix mehr trinken…

7.) Natriumcholat

Hier handelt es sich ein Salz der sekundären Gallensäure Dexoxycholsäure. Dieses wird in der Medizin zum Aufschluss von Zellmembranen und als Lösungsvermittler eingesetzt. Kann in größeren Mengen beim Verschlucken und Einatmen schädlich sein. (Siehe: Wikipedia)

8.) Neomycin

Dies ist ein Breitsprektrum-Antibiotikum, welches besonders bei Hautentzündungen angewendet wird und auch eine Zulassung für Kinder hat. Die Mengen, in denen es in Impfstoffen vorkommt, sind jedoch so gering, dass es keinerlei pharmakologische Wirkung hat. (Siehe: DocCheck)

9.) Polymyxin B

Auch hierbei handelt es sich um ein Antibiotikum, was nur in sehr geringen Mengen in den Impfdosen vorkommt und lokal gegen gram-negative Bakterien angewendet wird, aber auch hier unterhalb einer therapeutischen und erst recht einer toxischen Dosis.

10.) Beta-Propiolacton

…wird unter anderem zur Virusinaktivierung und zur Sterilisation von Impfstoffen eingesetzt. Dabei sind 0,2 bis 0,4 %-ige wässrige Lösungen über einen weiten pH-Bereich viruzid wirksam. Da der Stoff im wässrigen Medium innerhalb weniger Stunden zerfällt, verbleibt kein Rückstand des toxischen Lacton. Ups, es zerfällt vollständig nach einigen Stunden, verflixt! (Nachzulesen bei: Handbook of Chemistry and Physics)

Fazit

Viel Lärm um nichts, und dabei wurde nicht einmal das sonst immer so gerne genommene Aluminiumhydroxid aufgezählt. Aluminium ist übrigens das häufigste Metall der Erdkruste und wir alle essen aus Aludosen Lebensmittel, hochgefährlich!

Jeder Inhaltsstoff und jedes Hilfsmittel ist im Netz einsehbar und kein Geheimnis, auch nicht deren Wirkungen und Mengen.

Für jede Tiefkühlpizza wären die dort verwendeten Zutaten mindestens genauso giftig – oder vielmehr eben auch nicht, wie in Impfdosen.

Wenn man Fragen zu Impfungen hat, dann lieber mal die Fachleute vom Robert-Koch und Paul-Ehrlich-Institut fragen, die kennen sich wirklich aus. Oder einfach mal den Hausarzt! Ich kenne im übrigen keinen Arzt, der sich oder seine Kinder nicht impfen lässt, auch wenn das wohl besonders viele sein sollen. Ich selber und meine Familie sind rundum glücklich und umfassend geimpft.

Weitere Informationen dazu beim Robert-Koch-Institut.

Eine Anmerkung noch…

Immer häufiger in der letzten Zeit fällt uns die Seite „News for Friends“ ins Auge. In der Tat macht es den Eindruck, als hätte dort jemand jeden Mimikama-Artikel gelesen und dann den jeweils passenden Schwurbel-Artikel dazu verfasst. Diese Seite ist ein Sammelbecken für Hoaxe und Verschwörungstheorien jeglicher Fasson. Die Artikel, die dort meistens mit hohem Unterhaltungswert mit dem Google-Übersetzter übersetzt wurden, sind aus den gängigen „Standardquellen“ für Verschwörungstheorien eins zu eins kopiert. Auch uralte Kamellen von längst nicht nur durch uns mehrfach widerlegten Behauptungen werden dort als „schockierende Neuigkeiten” verkauft. Man könnte fast sagen, dass man gut daran tut, Artikeln von dieser Seite generell keinen Glauben zu schenken, oder zumindest sehr vorsichtig zu sein.

Autor: Anke, mimikama.at