Die dreiste Masche mit dem „Schlüsseldiensttrick“ – zum wiederholten Mal gelang es einem Unbekannten, eine ahnungslose Seniorin zu täuschen.

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Bereits seit Dienstag (15.05.) ist ein Verdächtiger bekannt, der mit einer „neueren Masche“ auf Betrugstour geht.

Im aktuellen Fall klingelte der Unbekannte am Mittwoch (16.05.), gegen 17:00 Uhr, an der Wohnungstür einer über 90-Jährigen an der Geulenstraße. Er gab an, ein neuer Nachbar zu sein und sich ausgesperrt zu haben. Nun sei ein Schlüsseldienst unterwegs, der nur gegen Vorkasse helfen würde.

Das hilfsbereite Betrugsopfer willigte ahnungslos ein, mit einer gewissen Bargeldsumme vorübergehend auszuhelfen und sah den vermeintlichen Nachbarn nie wieder. Dieser hatte nach weiteren Erkenntnissen der mittlerweile verständigten Polizei im Nachbarschaftsumfeld -glücklicherweise erfolglos- versucht, seine Masche umzusetzen.

Die Zeugen beschrieben den schlanken Täter als etwa 35 bis 40 Jahre alt, circa 185 Zentimeter groß, mit blonden Haaren und einem gepflegten Erscheinungsbild. Er trug zur Tatzeit ein graues Oberteil (T-Shirt oder Hemd), eine Jeans und hatte eine Jacke in der Hand.

Ob es sich bei den geschilderten Vorfällen um ein und den gleichen Täter handelt, werden die Ermittlungen des Neusser Fachkommissariats (KK12) ergeben. Gesucht werden Zeugen, die den beschriebenen Mann möglicherweise im Bereich der Geulenstraße beobachtet haben (Telefon 02131 300-0).

Die Polizei rät:

Seien Sie misstrauisch, wenn Fremde an Ihrer Haustür klingeln.

Generell gilt auch: Händigen Sie kein Bargeld an Fremde aus. Betrüger und Trickdiebe treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf (zum Beispiel auch als Handwerker).

Eins haben diese Kriminellen jedoch gemeinsam – sie wollen mit erfundenen Geschichten an Ihr Hab und Gut gelangen.

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