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60 Prozent der Schlankheitsmittel, die man im Internet erwerben kann, sind gepanscht!

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Wie unser Kooperationspartner von checked4you berichtet, vertrauen immer mehr Leute nicht mehr nur guter Ernährung und ihrem Trainingsplan, sondern nutzen zusätzliche Tabletten oder Pulver. Aber da ist oft viel mehr drin, als man ahnt. Und zwar nichts Gutes.

Das eigene Aussehen ist keinem egal. Besonders die Jungs arbeiten oft hart im Fitness-Center, aber dem einen oder anderen geht das vielleicht nicht schnell genug mit dem Muskelaufbau. Andere – hier oftmals eher die Mädels – wollen einfach abnehmen und denken, mit ein paar Tabletten geht’s einfacher und schneller. Also schaut der eine wie die andere mal ins Internet und sucht nach „kleinen Helfern“, die den gewünschten Effekt beschleunigen sollen.

Dort wird man schneller fündig, als man das Wort „Onlineschnellversand“ aussprechen kann. Tonnenweise kann man bei zahllosen Internetshops Mittelchen kaufen, die dabei helfen sollen, den Körper zu formen. Die Inhaltsstoffe solcher Kapseln, Kaugummis, Teebeutel und Tabletten unterliegen aber keinerlei Kontrolle – besonders, wenn die Produkte aus dem Ausland kommen.

2011 waren in einer Studie der Verbraucherzentrale NRW 20 Prozent der über Online-Shops bestellten Sportlerprodukte und über 60 Prozent der Schlankheitsmittel gepanscht. Gefunden haben wir dabei verbotene Dopingsubstanzen wie Methylhexanamin und gefährliche Arzneimittel. Darunter: Krebserregende Abführmittel oder auch ein Appetithemmer, der 2010 europaweit wegen massiver Nebenwirkungen mit Todesfällen vom Markt genommen wurde.

Wenig Nutzen, viel Risiko

Dass so was da drin ist, steht natürlich in aller Regel nicht auf der Packung. Im Gegenteil: So manche Hersteller werben mit einem „natürlichen“ Image und lassen ihre Produkte teilweise sogar wie reinsten Kräutertee daher kommen.

Die Folgen der Einnahme solcher scheinbar harmlosen Produkte könnten für deine Gesundheit aber fatal sein:

Steroid-Akne, Leber- und Nierenschädigungen, verringertes Körperwachstum, Herz-Kreislauf-Kollaps… Und die Härte bei alldem ist: Für viele Wirkstoffe in diesen Nahrungsergänzungsmitteln ist die positive Wirkung, die man eigentlich haben will, nicht wirklich bewiesen. Es könnte also durchaus sein, dass man letztlich NUR die negativen Folgen beobachten kann.

Noch heftiger sind übrigens die möglichen Folgen von „Anabolika“ – das kann echt keinem egal sein, wie eitel man auch sein mag. Was darf’s denn sein – psychische Veränderungen (z. B. Depressionen), Unfruchtbarkeit, oder doch lieber Schrumpfung der Hoden, Brustwachstum beim Mann oder Vermännlichung bei Frauen?

Unsere Meinung ist klar: Lasst so was lieber ganz – eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung kombiniert mit Training und/oder Bewegung reichen vollkommen aus, um sich ordentlich in Form zu bringen.

Wer allerdings trotz nun wirklich guter Argumente gar nicht davon abzubringen ist, der sollte wenigstens folgende Tipps beherzigen:

  • Nahrungsergänzungsmittel am besten nur auf Shop-Seiten bestellen, die das Siegel der Initiative D21 tragen. Diese Anbieter sind nämlich der Lebensmittelüberwachung bekannt und werden risikoorientiert kontrolliert
  • Marktplätze wie ebay oder amazon bieten generell keine Sicherheit, denn sie sind für die Angebote anderer nicht verantwortlich.
  • Gezielt nach den Firmenangaben des Anbieters suchen – fehlen die, lieber auf eine Bestellung verzichten. Achtet darauf, dass gewerbliche Anbieter einen Firmensitz in Deutschland haben. Eine gewisse Sicherheit bieten von deutschen Behörden zugelassene Versandapotheken.
  • Vor allem Wettkampf-Sportler sollten sich bei ihrer Produktauswahl an der Kölner Liste orientieren. Die Produkte sind zwar nicht besser oder empfehlenswerter als andere, aber sie sind wenigtens auf Dopingsubstanzen kontrolliert.
  • Wer chronisch krank ist, sollte sowieso erst mal mit seinem Arzt reden – durch viele Präparate kann die Wirkung von anderen Medikamenten abgeschwächt oder auch verstärkt werden.
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