Gibt es diese Hose wirklich?

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Wir erhielten Anfragen zu einem Artikel in der BILD.

Darin wird eine kurze Hose vorgestellt, die angeblich vor Vergewaltigungen schützen soll.

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Unternehmerin Sandra Seilz soll die Hose entwickelt haben, nachdem sie selbst beim Joggen von drei betrunkenen Männern angegriffen wurde. Doch stimmt das wirklich?

Ja. Es handelt sich hierbei um KEINEN FAKE.

Die so genannte “Safe Shorts” gibt es wirklich.

Sie ist bei Onlinehändlern wie zum Beispiel Amazon, aber auch im Webshop des Herstellers erhältlich.

Die Hose gibt es in zwei Varianten und sie wird für die Firma Telcon in Oberhausen hergestellt.

Wie funktioniert sie?

Sie verfügt über ein besonders Schnürsystem, mit Schloss, was ein schnelles Herunterreißen der Hose verhindern soll. Die Schnüre können wohl nicht durch durch schneiden oder zerreißen beschädigt werden. Selber soll man die Hose jedoch rasch ausziehen können.

Im Schritt ist sie durch einen schneid- und reißfesten Protektor verstärkt, um dort eine größere Sicherheit zu bieten. Ebenfalls gibt es einen bis zu 130db lauten Alarm, der beim Herunterreißen der Schnüre ausgelöst wird.

RTL next und DerWesten unternahmen sogar den Selbstversuch.

In wieweit diese Hose vor Übergriffen schützt, lässt sich nicht sagen, allerdings ist eine penetrierende Vergewaltigung mit diesem Kleidungsstück kaum möglich.

Die Hose soll den Trägerinnen auch einfach ein besseres Sicherheitsgefühl geben, was natürlich zu begrüßen ist, aber auch ein eventuell falsches Sicherheitsgefühl vermitteln kann, denn vor Gewalt an sich und Übergriffen kann diese Hose natürlich nicht schützen.

Auch warnt die Polizei davor, dass es Tätertypen gäbe, die durch eine solche Hose in ihrer Gewalt eskalieren dürften.

Am besten sollte man zum Selbstschutz in Selbstverteidigung geübt sein.

Autor: Anke M. – mimikama.at

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