Je intensiver und länger man Facebook nutzt, desto mehr sammelt sich (Daten) Müll an.

  • Was bringt mir Facebook?
  • Woraus kann ich persönlichen Nutzen ziehen, woraus nicht?
  • Wie kann ich von meinem Netzwerk profitieren und was kann ich meinem Netzwerk im Gegenzug zurückgeben?
  • Was hält mich nur unnötig auf, was möchte ich künftig vermeiden?
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Einmal über die eigenen Nutzungsgewohnheiten nachzudenken und für sich selbst klare „Ziele“ zu formulieren, ist ein erster Schritt zur Aufräumaktion.

Wir geben Tipps, wie man den eigenen Account gründlich aufräumt.

1. “Freunde” aussortieren.

Besonders rigorose Facebook-Nutzer/innen akzeptieren nur ihnen bekannte Personen als Freunde. Der Großteil der Nutzer/innen handhabt das aber wohl eher anders – auch mehr oder weniger „Fremde“ werden aus Höflichkeit, Neugier, beruflichem Kalkül oder ähnlichen Gründen akzeptiert. Das muss nicht immer problematisch sein, aber oft bleibt es nur bei der Bestätigung der Freundschaftsanfrage und das war’s dann wieder mit dem vormals vielversprechenden Kontakt.

Auch so manchem „Stalker“ öffnet man damit Tür und Tor. Deshalb empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit die Freundesliste durchzugehen und Kontakte, die einem rein gar nichts bringen, einfach konsequent zu löschen. Wem das zu radikal ist, der kann seine „Freunde“ auch in Listen einteilen und die Unbekannteren z.B. als „Bekannte“ markieren, die wirklichen Freunde als „enge Freunde“, die restlichen als normale „Freunde“ belassen. Private Inhalte können dann z.B. auch für „Freunde ohne Bekannte“ oder nur für „enge Freunde“ gepostet werden.

So kommt man zur Freundesliste:
In der eigenen Chronik (https://www.facebook.com/profile.php?) auf den Tab Freunde klicken. Rechts neben jedem „Freund“ findet sich ein Button, über den die entsprechenden Einteilungen gemacht oder der Kontakt gelöscht werden kann.

2. Anwendungen ausmisten.

Externe Anwendungen auf Facebook sind Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite gibt es viele nützliche Dienste, auf der anderen Seite haben Drittanbieter immer auch Zugriff auch gewisse Profil-Informationen. Denn mit der Nutzung einer Anwendung, erteilt man immer auch die Berechtigung für die Weitergabe von persönlichen Daten. Anwendungen, die man nicht mehr nutzt oder die einem unseriös erscheinen, sollten daher unbedingt gelöscht werden.

So kann man Anwendungen löschen:
Unter diesem Link (
https://www.facebook.com/settings/?tab=applications ) sind alle Anwendungen gelistet, für die man irgendwann einmal eine Berechtigung erteilt hat. Unter „Bearbeiten“ erfährt man mehr zu den erteilten Berechtigungen, mit Klick auf das X wird die Berechtigung wieder entzogen und die Anwendung gelöscht.

3. Gruppenmitgliedschaften hinterfragen.

Auch bei den Gruppen sammelt sich mit der Zeit ziemlich viel Schrott an, zumal man auch von anderen Nutzer/innen ohne die eigene Zustimmung zu Gruppen hinzugefügt werden kann. Man sollte sich fragen: Welche Gruppe nutze ich wirklich, was ist nur „Zierde“? Darüber hinaus sollte man bedenken, dass Gruppen wie „Mein Chef ist ein Arsch!“ nicht unbedingt das beste Licht auf einen werfen, auch wenn man es im ersten Moment selbst lustig findet.

So kann man aus einer Gruppe austreten:
Wechseln sie in die Gruppe, aus der Sie austreten möchten und klicken sie unter “Beigetreten” auf  “Gruppe verlassen”

4. Seiten bereinigen.

Dasselbe, was für Gruppen gilt, trifft auch auf die Facebook-Seiten von Unternehmen, Marken, Organisationen etc. zu. Auch hier eine einfache Frage: Die Postings welcher Seite bringen mir etwas, was nervt mich inzwischen nur (z.B. weil nur Werbung oder einfach zu viel gepostet wird) oder was wird vielleicht gar nicht mehr aktualisiert? Das Ausmisten bei den Seiten hat auch den Vorteil, dass im Newsfeed wieder mehr Platz für die eigentlich interessanten Inhalte ist.

So kann man sein “Gefällt mir” zurück nehmen:
In der eigenen Chronik auf den Tab Mehr -> „Gefällt mir“-Angaben klicken. Fährt man mit der Maus über eine Seite aus der Liste, erscheint eine Schaltfläche, über die man sein „Gefällt mir“ wieder zurücknehmen kann.

5. Benachrichtigungen einschränken.

Benachrichtigungen von Facebook sind die „Ablenkungsfalle“ Nummer eins. Deshalb sollte man die Benachrichtigungen so einstellen, dass nicht jede noch so kleinste Interaktion auf Facebook gemeldet wird. Vor allem bei den Push-Benachrichtigungen am Smartphone kann das schnell zum „Information-Overload“ führen. Ein ähnlicher Irrsinn sind die E-Mail-Benachrichtigungen. Hier sollte man also sehr selektiv vorgehen und sich ehrlich fragen, über was man wirklich in Echtzeit benachrichtigt werden muss, was man nicht auch erst etwas später nachschauen kann.

So verwaltet man die Benachrichtigungen:
Über die „Einstellungen“ (Zahnradsymbol rechts oben auf der Startseite klicken) kommt man zu den Benachrichtigungen (https://www.facebook.com/settings?tab=notifications). Über die Bearbeiten-Felder können die Benachrichtigungen individuell justiert werden.

6. Aktivitätenprotokoll durchforsten.

Nicht auf alles, was man irgendwann auf Facebook gepostet, geliked, markiert oder sonst wie veröffentlicht hat, ist man im Hier und Jetzt stolz. Durch die Chronik sind alte Inhalte zudem wieder mehr in den Blickpunkt geraten. Vergangene Inhalte und Interaktionen, die einem allzu peinlich oder unpassend erscheinen, sollte man daher lieber löschen. Am besten macht man das über das „Aktivitätenprotokoll“, das chronologisch auflistet, was man jemals auf Facebook gemacht hat.

So checkt man sein Aktivitätenprotokoll:
In der Chronik rechts oben auf die Schaltfläche Aktivitätenprotokoll klicken und los geht’s mit der Säuberungsaktion. Hier kann man auch im Nachhinein anpassen, welcher Nutzerkreis (z.B. nur „Freunde ohne Bekannte“) einen Inhalt sehen dürfen.

7. Fotoalben checken.

Besonders bei den Fotos tummelt sich so manche Peinlichkeit, die man lieber unvergessen machen würde. Oder man ist draufgekommen, dass es vielleicht doch nicht so gut ist, Fotos seiner Kleinkinder in allen Lebenslagen der Öffentlichkeit preiszugeben. Auch hier schadet es also nicht, ab und an kräftig den Putzwedel zu schwingen.

So löscht man unerwünschte Bilder:
Entweder man entfernt Bilder, die man nicht mehr sichtbar haben möchte, über das „Aktivitätenprotokoll“ (siehe Punkt 6) oder ruft diese direkt über den Chronik-Tab Fotos auf. Hat man ein unerwünschtes Foto bei einem „Freund“ entdeckt, kann man dieses über die „Melde“-Funktion an Facebook melden. Auch Markierungen lassen sich auf Fotos jederzeit löschen.

8. Nachrichtenverläufe löschen.

Im Nachrichtencenter von Facebook sammelt sich mit der Zeit einiges an. Konversationen wie „Wann treffen wir uns jetzt?“, „Ja, mir geht’s auch gut“ etc. braucht man bestimmt nie wieder im Leben. Wer hier gerne den Überblick behalten möchte, kann alte Nachrichten- und Chatverläufe löschen.

So geht’s:
Auf der Startseite links oben auf das Nachrichtensymbol klicken und die Konversation anklicken, in der gelöscht werden soll. Über den Button Optionen können einzelne Nachrichten oder die ganze Unterhaltung gelöscht werden.

9. Privatsphäre-Einstellungen überprüfen.

Die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook ändern sich sehr häufig, viele Änderungen werden gar nicht ausreichend an die Nutzer/innen kommuniziert. Ein regelmäßiger Check auf neue bzw. geänderte Funktionen ist daher sehr ratsam. Wir empfehlen, die eigenen Inhalte zumindest nur für „Freunde“ freizugeben, die „öffentliche Suche“ zu deaktivieren (außer man möchte von Berufswegen über Google & Co. gefunden werden), die automatische Gesichtserkennung auszuschalten, Drittanbietern die Verwendung persönlicher Daten weitestgehend zu untersagen und die Möglichkeit zu nutzen, Markierungen selbst freischalten zu müssen.

So sichert man seine Privatsphäre auf Facebook:
Verweis zu: Dein Facebook Profil: Sicher in 5 Minuten

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