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Jetzt ist des Deutschen liebster Nachbar Inhalt eines Facebookbetrugs: eine angebliche Meldung von „RTL“ verkündet, das Jerome Boateng bei einem Messerangriff umgekommen sei. Mehr noch: die Komponente des „Islamismus“ wird eingebaut, um die Dramatik der Fake-Meldung zu erhöhen. Doch alles ist frei erfunden.


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Diese von vorn bis hinten durchgeplante Falschmeldung hat nur ein einziges Ziel: die Facebooknutzer sollen in die unterschiedlichsten Affiliate-Programme gelockt werden. Denn hinter dieser Meldung steckt eben keine echte News, sondern es sind diverse Werbeprogramme bis hin zu Abofallen dahinter geschaltet.

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Dabei werden sowohl RTL, als auch Jerome Boateng für diese Meldung missbraucht, denn beide haben damit rein gar nichts zu tun.

Perfekt durchgestylt

Klickt man auf diese Vorschau, dann landet man auf einem nahezu perfektem Facebook-Imitat. Hier hat man wirklich an alles gedacht: funktionierende Like-Buttons und Kommentarfelder, der Zähler der Livebetrachtung verändert sich, eingebaute Seitenvorschläge und sogar korrekt eingebaute Links sind vorhanden. Selbst für das geübte Auge wirkt diese Fälschung zunächst prüfwürdig.

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Doch was danach passiert, ist wie in den vielen gleichartigen Fälschungen über Todesfälle von Promis absurd: ein Klick auf das Video öffnet eine Aufforderung zum Teilen der Todesmeldungen und man wird auf Seiten geleitet, welche mit der ursprünglichen Meldung rein gar nichts zu tun haben. Hier zeigt die Falschmeldung ihr wahres Gesicht: Nutzer sollen verarscht werden!

Was passiert einem Facebook-Nutzer, wenn er klickt?

Hier gibt es verschiedene Varianten.

Variante „Smartphone“: Der Nutzer klickt den Verweis über sein Smartphone an!

Klickt der Nutzer den Verweis über die MOBILE-Version (Smartphone, Tablet) an, so wird man auf ein iPhone-Gewinnspiel oder auf eine Seite mit versteckter WAP-Billing Funktion  weitergeleitet. Vorsicht, hier droht ein unfreiwillig abgeschlossenes Abonnement.

Variante PC: Der Nutzer klickt den Verweis über die Desktop-Version an!

Klickt der Nutzer den Verweis über die DESKTOP-Version (Standrechner, Laptop) an, wird er auf eine Gewinnspielseite weitergeleitet, welches von einem Datenhändler veranstaltet wird.

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Hierzu verweisen wir auf parallel Aufgebaute Todesmeldungen um Prominente:

Fazit:

Mit einem gefälschten Statusbeitrag werden Facebook-Nutzer in eine ganz fiese Falle gelockt.

Je nach dem mit welchem Gerät sie online sind (Mobile- bzw. Desktop-Version), werden User immer auf eine andere Seite verwiesen.

Nutzer, die mittels der Mobilen-Version klicken, laufen Gefahr, sich direkt ein teures Abonnement einzufangen.

User die hingegen über die DESKTOP-Version dem Link folgen laufen Gefahr mit Spam-und Werbemails zugeschüttet zu werden, da sie ggf. Ihre Daten in einem Gewinnspielformular eingegeben haben.

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