Riesige Tomaten – keine Seltenheit!

Von | 12. September 2019, 9:42

Es gibt ja viele Bilderfakes, die nur gebastelt werden, um viele Klicks zu bekommen. Diese Tomate gehört jedoch nicht dazu!

So wurde nach dieser riesigen Tomate gefragt, die auf einem Bild zu sehen ist.

Screenshot: mimikama.at

Bildern alleine wird nicht mehr getraut, was nur verständlich ist, schließlich kann man ein Logo und eine Geschichte auch einfach so auf ein Bild bringen.
Der beschreibende Text des Bildes:

„Riesentomate in Zell am Main

Diese kürbisgroße Tomate haben Alois und Irma Derlet in ihrem Garten in Zell am Main geerntet. Fast zwei Kilo bringt sie auf die Waage. Die Sorte ist unklar, die Derlets haben den Setzling von rumänischen Nachbarn geschenkt bekommen. Offenbar ist ihm die Nähe zum Main und der sandig-lehmige Boden gut bekommen. Jetzt wird Tomatenmark gekocht.“

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Das Sharepic stammt tatsächlich vom Bayrischen Rundfunk:

😮 🍅🍅🍅 Was für ein Oschi …|ko

Gepostet von BR Franken am Freitag, 6. September 2019

Gibt es solche Tomaten wirklich?

Ja, die gibt es! Dabei handelt es sich auch nicht um einzelne, mutierte Tomaten, sondern um spezielle Züchtungen.
Da gibt es beispielsweise bulgarische Riesentomaten, die bis zu 1 Kilogramm schwer werden. Deren Reifezeit ist erst sehr spät im September, wenn anderorts schon alle Tomaten abgeerntet wurden. Es könnte sich also um ein prachtvolles Exemplar dieser Gattung handeln.

Möglich wäre auch, dass es sich um eine Gigantomo F1 handelt, die sogar über 1 Kilogramm schwer werden und deren Erntezeit zwischen Juli im Oktober liegt.

Fazit

Wir wissen nicht, ob diese Tomate in Zell am Main geerntet wurde, das Sharepic stammt jedoch direkt von Bayerischen Rundfunk, der Beitrag dazu lief, laut einer Aussage in den Kommentaren, im Regionalprogramm Frankens.
Auch gibt es Tomatensorten, die ein solches Gewicht erreichen können. Da es sich also um ein Sharepic eines seriösen Senders handelt, der nicht wirklich Fakes nötig hätte, und es solche Tomatensorten gibt, kann man getrost davon ausgehen, dass es sich um keinen Fake handelt.

Artikelbild: Shutterstock / Ocskay Mark
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