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Update 15.11.2013

ZDDK-Stellungnahme: Wirklich Falschmeldung? Schadensbegrenzung?

Ganz klar: JA. Einige(!) JuLis haben diesen Antrag eingereicht, der scheinbar in Sachsen-Anhalt beschlossen wurde.
Die Überschrift „FDP-Nachwuchs will Hunde schlachten“ sowie die Einleitung „Die Jungen Liberalen (JuLis) wollen, dass Hunde und Katzen künftig auf dem Speiseteller landen können.“ ist so nicht korrekt da sie zu sehr verallgemeinern, und erst beim Lesen des gesamten Artikels halbwegs klarstellen, dass es nicht „die“ sondern nur „einige“ JuLis sind.

Schadensbegrenzung?

Würde auf Grund der Beschlussfassung der JuLis aus Sachsen-Anhalt in der internationalen Presse stehen „Die Deutschen wollen Hunde schlachten“, würden sich Millionen von Deutsche – zu Recht – davon distanzieren. So auch der Rest der JuLis.
Auf Grund der Verallgemeinerung entsteht anfangs ein falsches Bild was uns dazu bewegte die „Richtigstellung“ zu veröffentlichen.
Wer unseren Artikel gelesen hat wird bemerkt haben, dass der Rest des Berichtes von uns bestätigt wird.
Unsere Berichte beruhen auf direkten Antworten der von uns gestellten Fragen. Wir bearbeiten nicht redaktionell sondern geben neutral weiter. Es liegt uns fern, politische Abläufe zu bewerten.“

14.11.2013

Vielen Anfragen erreichen uns zu einem, auf Facebook veröffentlichten Bericht, der auf eine externe Webseite verweist. Die Überschrift lautet: “Spinnen die jetzt völlig? FDP-Nachwuchs will Hunde schlachten

Um diesen Statusbeitrag geht es:

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In dem erwähnten Bericht steht u.a.:

Für diesen Vorschlag dürfte der Nachwuchs der FDP wohl auf der politischen Schlachtbank landen. Achtung, kein (schlechter) Aprilscherz: Die Jungen Liberalen (JuLis) wollen, dass Hunde und Katzen künftig auf dem Speiseteller landen können.
„Schlachtverbote aufheben – Auch Hunde kann man essen“ – so steht es über einem Antrag, den die Nachwuchsorganisation der Unter-5-Prozent-Partei auf ihrem Bundesdelegiertenkongress zu behandeln hatten.
Die Forderung fußt auf einem offiziellen Beschluss der JuLis Sachsen-Anhalt. Deren Landeskongress im Juni setzt sich für diese unappetitliche Gesetzesänderung ein.

ZDDK / MIMIKAMA ist dieser Sache nachgegangen und auf ein Anfrage haben wir von dem Stellv. Bundesvorsitzender und Bundespressesprecher der Jungen Liberalen (JuLis) folgende Stellungnahme dazu bekommen:

Stellungnahme des BUNDESVERBANDES!

WEB: http://www.julis.de/

Zitat: Leider handelt es sich dabei allerdings schlichtweg um eine Falschmeldung. Wir als Bundesverband der Jungen Liberalen treten keineswegs für eine Aufhebung des Schlachtverbotes für Hunde und Katzen ein. Eine solche Position ist weder Beschlusslage unseres Verbandes, noch ein Konzept, dass wir in der Öffentlichkeit vertreten oder vertreten haben. Ganz im Gegenteil: Laut Beschluss unseres 46. Bundeskongresses in Celle fordern wir sogar eine Verbesserung des Tierschutzes bei Haustieren. Die sind heute nämlich oftmals schlechter geschützt als Nutztiere. Bereits gestern haben wir zu der von Ihnen angesprochenen Meldung eine klarstellende Pressemitteilung als offizielle Stellungnahme herausgegeben, die jedoch leider nicht von allen Redaktionen in ihrer Berichterstattung berücksichtigt wurde.

Pressemitteilung:

JuLis: Haustiere besser schützen, Schlachtverbote nicht aufheben!

Zu aktuellen Medienberichten zur Aufhebung des Schlachtverbots von Hunden und Katzen, erklärt der JuLi-Bundesvorsitzende Alexander HAHN:

„Wir Jungen Liberalen mögen Haustiere, allerdings nicht auf dem Teller. Ganz im Gegenteil: Wir wollen Haustiere – insbesondere Hunde und Katzen – gesetzlich noch besser schützen. Auf unserem Bundeskongress im Frühjahr 2013 haben wir dazu beschlossen, dass die bestehende Tierschutzverordnung um typische Haustiere erweitert und auch für sie eine konsequent artgerechte Haltung durchgesetzt wird. Das ist die geltende Beschlusslage unseres Verbandes und gilt bis heute – nicht mehr und nicht weniger.

HAHN weiter: „Richtig ist im Zusammenhang mit der jüngsten Berichterstattung lediglich, dass durch einen Landesverband zu unserem Bundeskongress in Düsseldorf, ein Einzelantrag eingereicht wurde, der die Aufhebung des Schlachtverbots für Hunde und Katzen fordert. Dieser Antrag wurde auf dem Bundeskongress – dem höchsten Beschlussfassungsorgan der JuLis – jedoch nicht beraten, geschweige denn beschlossen. Das entstandene Bild ist somit schlichtweg falsch und ist weder offizielle Verbandsmeinung noch Beschlusslage der Jungen Liberalen.

Bei den Jungen Liberalen ist es gute demokratische Tradition, dass jeder Einzeldelegierte und jede Untergliederung grundsätzlich das Recht hat, programmatische Anträge zu allen Themengebieten und mit den unterschiedlichsten Ideen einzureichen. Das ist für die JuLis selbstverständlich, gehört zum Meinungspluralismus und zum fairen Wettstreit um die besten Lösungen. Ob und wenn ja in welcher Reihenfolge die eingereichten Anträge dann auf dem Bundeskongress beraten werden, entscheiden die Delegierten im Rahmen der sogenannten Alex-Müller-Abstimmung selbst. Bereits darüber setzen sie auch ein inhaltliches Zeichen, indem sie bestimmte Anträge bzw. Ideen an den Anfang der Beratung wählen und andere nicht. Der Einzelantrag zur Aufhebung des Schlachtverbotes hat die Delegierten beim vergangenen Bundeskongress nicht überzeugt, erhielt nicht die notwendige Zustimmung und wurde in der Konsequenz deshalb auch nicht beraten. Der Antrag wurde an den Arbeitskreis Innen und Recht weitergeben und wird dort mit einer Beschlussempfehlung weiter beraten. Anschließend wird im erweiterten Bundesvorstand – wie bei jedem verwiesenen Antrag auch – die Diskussion geführt und darüber abgestimmt.“

„Wir JuLis wissen, dass vielen Menschen ihre Haustiere sehr am Herzen liegen. Insbesondere Hunde und Katzen schenken Geborgenheit, Lebensfreude und erfüllen oftmals auch wichtige soziale Funktionen. Umso mehr schmerzt es mich, dass durch die heutigen Presseberichte der Eindruck entstehen konnte, wir wollten Haustieren nun ans Fell. Die Wut und Enttäuschung vieler, die uns dazu heute geschrieben haben, können wir gut nachvollziehen und verstehen“, so HAHN abschließend.

Bei ihnen allen entschuldigen sich die Jungen Liberalen für die entstandenen Irritationen und stellen noch einmal klar, dass sie weder Hunde, noch Katzen noch irgendwelche anderen Haustiere geschlachtet sehen wollen.

Online abrufbar unter: http://www.julis.de/presse/archiv/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1547&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=81b0b74e6fb7a3377c1dc9792903b83f

Update 15.11.2013

Nachdem wir den Bericht veröffentlicht haben, wurde uns folgender Hinweis zugespielt!
Diese Info findet man auf der Webseite von http://www.julis-lsa.de/. Dies ist nicht die Seite des BUNDESVERBANDES sondern die Seite des LANDESVERBANDES in Sachsen-Anhalt!
Einem von insgesamt 16 eigenständigen Landesverbänden in Deutschland.

Laut Aussage des Bundesverbandes wurde der u.a. Antrag auf dem Bundeskongress, dem höchsten Beschlussorgan der Jungen Liberalen in Deutschland, weder beraten noch beschlossen!

Damit ist dieser Antrag, keine Beschlusslage des Bundesverbandes!

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Hat die Pressmeldung dann überhaupt Ihre Berechtigung?

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