Synagoge in Brand gesetzt

Rechtsextremer will Synagoge anzünden & setzt sich selbst in Brand: Kein Fake

Von | 14. Januar 2020, 13:43

Seit einigen Tagen findet man häufiger ein Bild auf Facebook, das einen Rechtsextremen zeigen soll, der beim Versuch eine Synagoge anzuzünden selbst Feuer fangt.

Synagoge in Brand gesetzt: Auf dem Bild sieht man einen brennenden Mann, bzw. eine Stichflamme, die den Mann ergreift. Das Bild selbst ist in Form eines Sharepics unterwegs und trägt kein absolutes Veröffentlichungsdatum. Man liest als Zeitpunkt der Veröffentlichung lediglich „5 days ago“.

Dazu liest man „British Nazi set self on fire trying to burn down synagogue“. Die Frage an dieser Stelle: Sieht man darauf wirklich einen Rechtsextremen, der eine Synagoge anzünden wollte?

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Die Antwort ist recht einfach: Das Bild ist kein Fake! Es stammt aus einer Überwachungskamera. Und tatsächlich gibt es verschiedene Medienberichte und auch Aussagen der Polizei dazu.

Rechtsextremer will Synagoge anzünden

Rechtsextremer will Synagoge anzünden

Faktencheck Rechtsextremer will Synagoge anzünden

Bei dem Mann handelt es sich um Tristan Morgan. Gemäß Medienberichten wird er als „Far-right extremist“ oder „White supremacist “ beschrieben. Es war dann am Ende eine Überwachungskamera, die am 21.07.2018 bereits Morgan zeigte.

Genauer gesagt war es ein Samstagabend, Ortszeit 19:50 Uhr. Auch wenn Morgan auf dem Überwachungsvideo nicht zu identifizieren ist, so ist es sein Auto (ein Van) gewesen, das in diesem Zusammenhang erkannt wurde.

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Die Polizeibeamten konnten ihn zuhause dann festnehmen, bei der Festnahme roch er noch nach Benzin und Feuer. Er hatte Verbrennungen an Händen, Stirn und Haaren. Ebenso konnten vor Ort in seinen Taschen zwei Taschenmesser und zwei Feuerzeuge festgestellt werden.

Das Video

Das Video der Tat kann man öffentlich auf dem YouTube Account der Devon & Cornwall Police sehen. Dort liest man als Beschreibung:

A man has been given an indefinite hospital order after pleading guilty to an arson and two charges under the Terrorism Act following a hearing at the Central Criminal Court (Old Bailey) in London today (Friday 5 July).
Exeter man Tristan Morgan, aged 52, of no fixed abode, was first charged in connection with a fire at Exeter Synagogue on Saturday 21 July 2018.
Following a joint investigation by local officers and Counter Terrorism Policing South West working with the Special Crime and Counter Terrorism Division of the Crown Prosecution Service (CPS), Morgan was further charged with collecting information and encouraging terrorism.
Morgan was given an indefinite hospital order and only the courts can consider his potential release.
Morgan was also given a ten year terrorist notification order which means that he will be subject of long-term monitoring by the police and partners.

Das bedeutet so viel wie:  Ein Mann hat eine unbefristete Krankenhausverfügung erhalten, nachdem er sich nach einer Anhörung vor dem Central Criminal Court (Old Bailey) in London am heutigen Freitag (5. Juli 2019) zu einer Brandstiftung und zwei Anklagen nach dem Terrorism Act schuldig bekannt hat.

Tristan Morgan aus Exeter, 52 Jahre alt, ohne festen Wohnsitz, wurde erstmals im Zusammenhang mit einem Brand in der Exeter-Synagoge am Samstag, den 21. Juli 2018, angeklagt.
Nach einer gemeinsamen Untersuchung der örtlichen Beamten und der Counter Terrorism Policing South West, die mit der Special Crime and Counter Terrorism Division des Crown Prosecution Service (CPS) zusammenarbeiteten, wurde Morgan außerdem angeklagt, Informationen gesammelt und den Terrorismus gefördert zu haben.

Morgan erhielt eine unbefristete Krankenhausverfügung und nur die Gerichte können seine mögliche Freilassung in Betracht ziehen. Morgan wurde auch eine zehnjährige Anordnung zur Benachrichtigung über terroristische Aktivitäten erteilt, was bedeutet, dass er einer langfristigen Überwachung durch die Polizei und Partner unterliegt.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Weitere Quellen:

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