Immer häufiger beobachten wir, dass falsche Rechnungen oder betrügerische Mails für den Empfang auf dem Smartphone optimiert werden.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Der Grund dafür liegt auf der Hand: auf dem Smartphone “klickt es sich” schneller. Ebenso hat man eine erschwerte Linkvorschau wir am PC und seltener eine Software, die auch vor Phishing warnt. Daher ist man am Smartphone einer höheren Gefahr als am PC ausgesetzt. Das führt dazu, dass viele Erbauer von betrügerischen Mails darauf verzichten, dass diese am PC-Monitor gut aussehen, und stattdessen eine Smartphone-optimierte Darstellungsweise nutzen, da hier die Erfolgsaussichten höher sind, dass jemand auf die Mail hereinfällt.

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Der Inhalt dieser Mail lautet:

Verdächtige Transaktion festgestellt – Bestätigung erforderlich!

Sehr geehrte Frau Manuela […],
bei Ihrer letzten Zahlung haben wir Auffälligkeiten festgestellt.
Ihr letzter Einkauf in Höhe von 199,95 Euro für den Artikel „Tommy Hilfiger LUKE – Uhr – schwarz“ bei dem Online-Shop Zalando wurde zu Gunsten Ihrer Sicherheit vorerst nicht genehmigt. Hierüber gelangen Sie zum jeweiligen Produkt.
Wir vermuten, dass Sie diesen Einkauf nicht getätigt haben.
Die Zahlung wurde über ein uns unbekanntes Gerät durchgeführt. Daher traten diverse Sicherheitsvorkehrungen in Kraft und haben die Zahlung vorerst blockiert.
Wenn Sie diesen Einkauf tatsächlich nicht persönlich getätigt haben, bitten wir Sie über den unten ausgeführten Button Ihre Daten zu bestätigen und anschließend die Bestellung zu stornieren.
Für die Stornierung der Bestellung haben Sie eine Frist von 14 Werktagen. Läuft diese ab und Sie beantragen keine Stornierung, wird die Zahlung automatisch genehmigt.

Jetzt Daten bestätigen und Zahlung stornieren (hier klicken)

Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen

Ihr PayPal-Team

Inhaltlich ist diese Mail nicht weiter spektakulär: sie klärt über einen angeblich getätigten Kauf auf und nennt eine Sicherheitsfunktion, welche nun greift. Die Schlagwörter, auf die man sich richtet sind “Tommy Hilfiger”, “Zalando” und der Betrag von 199,95 €. Natürlich handelt es sich bei dieser Mail um Betrug und der Empfänger soll dazu verleitet werden, über den eingebauten Link zu kontrollieren, was es mit diesem angegebenen Einkauf auf sich haben sollte.


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Phishing

Eine erste Stolperfalle für diese Mail gibt es nun, wenn man den eingefügten Link zur Stornierung aufruft: eine aktualisierte Schutzsoftware zeigt in diesem Moment eine entsprechende Warnung.

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Da zumeist auf dem Smartphone kein Schutzmechanismus installiert ist, öffnet sich in diesem Falle ohne jegliche Warnung eine Seite mit der Adresse: “zahlung-stornieren.in”. Da der Ablauf für das Smartphone optimiert ist, bleiben wir bei der Mobilansicht, welche dem normalen Betrachter nur wenig Hilfestellung zur Erkennung dieses Betrugsablaufes liefert. Eine Linkvorschau wie am PC ist bei Android nicht so ohne weiteres möglich, Es gibt, zumindest beim iPhone, eine „Linkvorschau“: man lässt den Finger etwas länger auf dem Link, dann öffnet sich das Kontextmenü, in welchem die komplette URL zu sehen ist.

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Hier begegnen dem Besucher nun die klassischen Phishingfallen: man soll die Accountdaten eingeben, zusätzlich persönliche- und Adressdaten und letztendlich sensible Bankdaten. Wie bei jeder Phishingmail warnen wir auch hier: bitte an keiner Stelle gültige Daten eingeben!

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Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
-Mimikama unterstützen-