Ein gefährlicher Parasit droht sich in Europa auszubreiten. Die Rede ist vom Rattenlungenwurm.

Rattenlungenwurm: Parasit mit Kurs auf Europa (Faktencheck)

Von | 10. Oktober 2019, 10:59

Abermals bekommen wir Anfragen zum Rattenlungenwurm, der Kurs auf Europa nimmt!

Ein gefährlicher Parasit droht sich in Europa auszubreiten. Die Rede ist vom Rattenlungenwurm. Einst war dieser vor allem in Asien zu finden. Nun wurde er auf den beliebten Urlaubsinseln Mallorca und Teneriffa gefunden. Aber was ist dran an diesem Monstrum? Gibt es ihn wirklich und sollte ich mich in Zukunft von Mallorca fernhalten? Nein, natürlich nicht. Dennoch ist es ganz gut, wenn du ein paar Regeln beachten würdest, denn der Ratten-Lungenwurm ist nicht ohne.

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Der Faktencheck:

Aktuell wurde auf Mallorca der Ratten-Lungenwurm in zwei Igeln entdeckt – die zweite Entdeckung in Europa überhaupt. Ein Krankheitsfall beim Menschen auf Mallorca wurde noch nicht festgestellt.

Die Universität der Balearen schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung beim Menschen als gering ein. Dennoch solle man vom Verzehr von rohem oder nicht vollständig durchgekochtem Schneckenfleisch absehen. Schnecken dienen der Wurmlarve nämlich als Zwischenwirt und kann auch beim Menschen eine gefährliche Hirnhautentzündung auslösen, indem sich der Parasit tatsächlich bis ins Gehirn frisst.

Rattenlungenwurm: Angiostronggylus cantonensis

So lautet der lateinische Name des Ratten-Lungenwurms. Der Parasit machte schon einmal im Jahr 2017 Schlagzeilen, als er sich auf den Inseln des abgelegenen US-Bundesstaates Hawaii verbreitete. (Welt berichtete) Mindestens sechs Menschen infizierten sich mit dem Wurm, der eine Art Hirnhautentzündung auslösen kann. Hauptwirt des Fadenwurms ist die Ratte – daher auch der Name Ratten-Lungenwurm. Über ihren Kot gelangen die Larven in die Umwelt. Vor allem Schnecken, Krabben, Krebse, Fische und Frösche dienen als Zwischenwirt der Wurmlarve und tragen so zur Verbreitung bei. Auch verschmutztes Obst und Gemüse kann Quelle einer Ansteckung sein.

Fazit:

Bislang wurden auf Mallorca nur infizierte Igel gefunden. Die Universität der Balearen stuft eine Ansteckung für den Menschen als geringes Risiko ein. Urlauber sollten dennoch vorsichtig sein und kein rohes Fleisch von Schnecken, Krabben, Fisch und Ähnlichem verzehren.

 

 

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