Flüchtlinge randalieren im H&M!?
Flüchtlinge randalieren im H&M!?
Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung

Das Video zeigt Menschen beim Randalieren in einer H&M-Filiale – jedoch sind dies keine Flüchtlinge.

- Sponsorenliebe | Werbung -

Wir erhielten einige Anfragen zu einem Video, das Menschen zeigt, die in einem Bekleidungsgeschäft Ständer umwerfen und randalieren.

Es geht dabei um diesen Statusbeitrag:

Screenshot by mimikama.at
Screenshot by mimikama.at

Dazu lassen sich einige Kommentare finden, die suggerieren, dass es sich um Flüchtlinge bzw. Migranten in Deutschland handeln würde:

Screenshot by mimikama.at
Screenshot by mimikama.at

Der Faktencheck:

Es handelt sich NICHT um Flüchtlinge in Deutschland.

Diese Menschen randalierten Anfang des Jahres in Südafrika. Laut der Welt demonstrieren sie aufgrund eines Werbefotos, auf dem ein dunkelhäutiger Junge einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift „Coolster Affe im Dschungel“ trägt.

Daraufhin wurden Filialen des Konzerns in Südafrika verwüstet. H&M schloss seine Filialen dort daraufhin kurzfristig. H&M teilte mit, dass bei der Demonstration keine Kunden oder Mitarbeiter verletzt worden sind. Die Sicherheit dieser gehe aber vor. Die Filialen wurden kurz darauf unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen wieder eröffnet.

H&M zog das Bild zurück und entschuldigte sich. „Das Unternehmen glaube stark daran, dass Rassismus und Vorurteile, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, inakzeptabel seien.”

Ergebnis:

Das Video wurde aus dem Kontext gerissen und ohne Hintergrundinformationen auf Facebook geteilt.

So entsteht ein aktueller und lokaler Eindruck, dass sich die Szene, die sich in dem Video bot, erst kürzlich in Deutschland zugetragen habe.

-Sponsorenliebe-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady