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Die modernen Bankräuber greifen mit wenig Risiko viel Geld ab. Ohne Fluchtauto, ohne Waffe, alles über das Internet. In diesem Zusammenhang wird das Phishing daher immer wieder stark belächelt und ebenso stark unterschätzt. Klar, wer gibt schon gerne zu, auf einen Phishingangriff hereingefallen zu sein.

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Dazu kommt ja noch, dass viele Menschen gar nicht bemerken, dass sie auf einen Phishingangriff hereingefallen sind und erst im Nachhinein, also dann, wenn der Schaden entdeckt wurde, von einem angeblichen Hackerangriff sprechen. Doch das ist in den meisten Fällen Unsinn, es sind nicht irgendwelche Hackerangriffe auf einzelne Konten Schuld, sondern Phishingattacken, in denen die Opfer ihre Daten selbst preisgegeben haben.

Phiningversuche wie in der folgenden Beschreibung sind es, die den Betrügern Zugang zu Konten verschaffen. Es sind exakt jene Art der E-Mails, die immer besser, immer ausgereifter und immer überzeugender werden. Sauberer Stil, überzeugende Texte, eingebaute Datenbankinhalte in Form von Anrede und Adresse des Empfängers lassen Phishingmails teilweise täuschend echt wirken, so dass die Empfänger irritiert sind und sich vertrauensvoll dem Aufruf hingeben.

Wichtiger Hinweis: Erwähntes Unternehmen (PayPal) hat mit der Betrugsmasche nichts zu tun. Sie selbst wurden hier Opfer, indem ihr Name missbräuchlich verwendet wird, um Nutzer in die Falle zu locken!

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Ganz ähnlich in dieser E-Mail, welche angeblich von PayPal stammen soll und über eine Deaktivierung von Push-Benachrichtigungen informiert. Die E-Mail an sich besteht aus einem Bild, es ist also KEIN TEXT eingefügt. Das Bild selbst stellt den Text dar und ist als Ganzes klickbar. Insofern ist es nicht notwendig, einen bestimmten Teil anzuklicken. Gleichzeitig besteht aber auch die Gefahr, dass sich ungewollt die verlinkte Webseite öffnet, da man ungewollt irgendeine Stelle der Mail angeklickt hat. Die E-Mail beginnt mit folgendem Absatz:

Aus Sicherheitsgründen wurden Ihre Push-Benachrichtigungen für Ihr Gerät deaktiviert. Möglicherweise haben Sie oder eine andere Person sich von einem anderen Gerät aus, in Ihr PayPal-Konto eingeloggt. Sie erhalten keine Push-Nachrichten oder Warnmeldungen mehr auf ihrem Gerät.

Das ist natürlich frei erfundener Unsinn! Diese E-Mail stammt nicht von PayPal sondern dient dazu. die Empfänger der E-Mail zu irritieren, so dass sie sich einer vermeintlichen Datenverifikation unterziehen.

Diese Verifikation hat es jedoch in sich, denn es handelt sich dabei um einen betrügerischen Versuch, an Kundendaten zu gelangen.

Phishing!

Es ist bei dieser E-Mail völlig egal, wo man hinklickt. Selbst ein unbeabsichtigter Klick führt auf eine Webseite unter der Adresse “verifikation-loesungscenter.top”. Hier wurde ein vermeintlicher PayPal-Login nachgebaut, in dem zunächst die Logindaten des PayPal Accounts abgefragt werden, im weiteren Verlauf dann nach den persönlichen Daten des Besuchers gefragt, aber auch um die Eingabe sensibler Bankdaten gebeten wird.

Der Blick auf die Adressleiste offenbart hier recht deutlich, dass es sich um eine ungesicherte Verbindung handelt. Seriöse Banken, Kauf- und Bezahlportale haben niemals ungesicherte Verbindungen auf Webseiten, die um die Eingabe persönlicher Daten bitten!

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Wir warnen davor, auf diesen Seiten wahrheitsgemäße Angaben zu machen, da diese in den Händen von Betrügern landen.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.