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Es war im März 2014 als wir das erste Mal über den Tierquäler aus Betzdorf berichtet haben.

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Der Aufschrei war damals enorm und der Täter wurde zu einer Zielscheibe von Hass und Hetze! Es gab unzählige Facebook-Seiten, die die Todesstrafe forderten.

Damals haben wir schon davor gewarnt, dass man sich an diesen Hetzseiten NICHT beteiligen soll, denn dadurch macht man sich strafbar. Und dem war dann auch so. Gegen unzählige Nutzer wurden diverse Strafverfahren eingeleitet!

Nun schreiben wir Januar 2015 und es kam endlich zu einem Prozess, aber…

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Der Prozess wurde abgebrochen.

Mutmaßlicher Tierquäler sieht Tat-Video vor Gericht und kollabiert

Ein wegen Tierquälerei angeklagter Mann ist bei der Vorführung eines Videos mit seinen mutmaßlichen Taten im Gerichtssaal zusammengebrochen.

Die Verhandlung habe am Donnerstag abgebrochen werden müssen, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Betzdorf.

Dem 21-Jährigen wird vorgeworfen, einen zehn Wochen alten Hundewelpen geschlagen zu haben.

Ein Video von der Tat war im vergangenen Jahr im Internet aufgetaucht und hatte einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Netzwerken ausgelöst.

Am Donnerstag wurde der Film vor Gericht gezeigt.

Der Angeklagte habe ihn nicht sehen wollen und sich Augen und Ohren zugehalten, sagte der Gerichtssprecher. Bis zu seinem Kollaps sei er überwiegend geständig gewesen. Zuvor hatte der SWR von dem Gerichtstermin berichtet.

Der 21-Jährige ist auch wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Nur für den Verstoß gegen das Tierschutzgesetz drohen ihm bis zu drei Jahre Haft, sofern er nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird.

Nach der Genesung von seinem Zusammenbruch soll er vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden.

Der misshandelte Welpe hatte kurz nach der Tat ein neues Zuhause bei einer anderen Familie gefunden. (© dpa-infocom GmbH)