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Viel Spaß mit bis zu 70 verschiedenen Newslettern. Die Frage, wo man anschließend jedoch den Testbericht hinsenden soll, wird jedoch bei diesem Inserat unbeantwortet bleiben.

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Wichtiger Hinweis: Erwähntes Unternehmen (Pampers) hat mit dem Beschriebenen nichts zu tun. Der Begriff und die Marke werden in dem beschriebenen Fall lediglich von Dritten genutzt, um werbewirksam zu arbeiten.

Und das mit gutem Grund, denn der Aufruf, Tester für Pampers Windeln zu werden, entpuppt sich am Ende als ein Vorwand, um potentielle Teilnehmer in ein Gewinnspiel zu ziehen, bei dem es um Datenerfassung geht.

“Achtung Mütter! Diese Woche gratis Pampers Windeln zum Ausprobieren empfangen? Testen Sie die neue Pampers für uns? Schnell zuschlagen, Vorrat begrenzt” lautet es in einem gesponserten Beitrag auf Facebook.

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Gesponserter Beitrag

Ja, Facebook verdient zumindest in gewissem Sinne an dieser Art von Darstellungen mit. Das kleine Wort “Gesponsert” weist darauf hin, dass es sich bei diesem Beitrag um eine Werbeanzeige handelt. Facebook beschreibt Werbeanzeigen als bezahlte Mitteilungen von Unternehmen, die in deren Stil verfasst werden und mit denen sie Menschen erreichen können, die für sie am wichtigsten sind. Werbetreibende erstellen Kampagnen mit bestimmten Zielen.

Beispielsweise kann ein Unternehmen eine Kampagne erstellen, weil mehr Personen seine Webseite besuchen sollen. Wenn sie innerhalb der Kampagne Werbeanzeigen erstellen, wählen sie hierfür Bilder, Text und eine Zielgruppe aus, mit denen sie ihrer Meinung nach die Besucherzahl erhöhen können.

Was steckt hier nun hinter?

Auf geht hier letztendlich nicht darum, dass man “für” jemand anderes ein Produkt testet. Die Charakteristika eine Produkttests, also der repräsentative Test an sich und die abschließende Rezension wird nicht stattfinden.

Mit einem Klick auf den via bit.ly verschlüsselten Link gelangt man (bei deutscher IP) auf eine Webseite, die zunächst noch einen Produkttest anmuten lässt.

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Man soll dort vier Fragen beantworten, deren Antworten jedoch keinerlei Einfluss auf den Ablauf haben. Egal was man anklickt, man erreicht am Ende immer ein Gewinnspielformular.

Gewinnspiel?

Korrekt. Es geht hier gar nicht um einen Produkttest, sondern letzten Endes um ein Affiliate, also ein Gewinnspiel im Rahmen eines Provisions-Partnerprogramms, in dessen Fokus die Datenerhebung der Teilnehmer steht.

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So schnell wird man von einem potentiellen Produkttester zu einem handfesten Teilnehmer eines Gewinnspiels. Kann man mitmachen, ist jetzt nicht illegal, aber man muss dazu wissen, dass die Gewinnchancen recht klein sind und man eben “nur” eine Packung Windeln bekommt.

Im Gegenzug überreicht man die eigenen kompletten Adressdaten an Datenhändler, die diese verkaufen dürfen. Gleichzeitig meldet man sich bei der Teilnahme automatisch bei bis zu 70 Newslettern an und kann auch auf postalischem und telefonischem Wege mit diversen Werbeanrufen rechnen.

Und das alles für einen für einen Produkttest?