Achtung – das sind keine Schnäppchen! Vor kriminellen Sonderangeboten mit Thermomix-Küchenmaschinen im Internet wird von der Polizei und ausdrücklich auch vom Hersteller gewarnt.

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Aktuell bearbeitet die Paderborner Kripo drei Betrugsfälle, die von unbekannten Tätern organisiert wurden. Bei den Ermittlungen fallen immer wieder Leichtgläubige auf, deren Bankkonten von den Betrügern missbraucht werden.

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Neu ist die Masche nicht – allerdings wirkt sie immer echter.

Auf Internetseiten bieten die Betrüger den Thermomix für 899, 845 oder gar für 799 Euro an. Regulär kostet das Gerät deutlich über tausend Euro und wird nur über ein Unternehmens-Händlernetz vertrieben.

Das versuchen die Täter mit professionell erstellten Internetauftritten, die auch eine Unternehmenszugehörigkeit vortäuschen, zu umgehen. Um die Interessenten unter „Kaufdruck“ zu setzen, sind die Dummping-Angebote in den gefakten Online-Shops ständig zeitlich limitiert.

Verziert mit den Sternchen für Top-Bewertungen angeblich zufriedener Kunden wird das Schnäppchen noch interessanter.

Im Impressum wird mit Realnamen, echten Adressen und Telefonnummern weitere Seriosität suggeriert.


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Den Käufern werden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten präsentiert – allerdings ist Vorkasse bevorzugt. Um die eigene Identität zu verschleiern, nutzen die Täter im Ausland betriebene Server und setzen Überweisungsvermittler ein, „Finanzagenten“ im Polizeijargon.

Die Täter nutzen also real existierende Konten, deren Inhaber sie mit verschiedenen Legenden ködern und mit Provisionen locken.

Geht das Geld des Thermomix-Kunden ein, so behält der Kontoinhaber seine „Vermittlungsgebühr“ ein und überweist den Rest weiter auf ein Konto im Ausland.

Leicht verdientes Geld?

Ohne es vielleicht zu wissen, macht sich der Kontoinhaber damit selbst strafbar. Fällt der Betrug auf, wird gegen ihn – losgelöst von dem Betrugsverfahren – ein Strafverfahren wegen „leichtfertiger Geldwäsche“ eingeleitet.

Die Kontoinhaber sind meistens schnell ermittelt. Das musste jetzt auch ein Pärchen aus dem Kreis Paderborn erfahren.

Sie hatten sich über einen angeblichen Kreditvermittler im Internet für die Geldtransfers anwerben lassen und sind jetzt durch die Ermittlungen der Paderborner Polizei aufgeflogen.

Ganz im Gegensatz zu deren Auftraggeber.

Die eigentlichen Betrüger bedienen sich ausländischer Anonymisierungsdienste und sind so äußerst schwierig bis gar nicht zu ermitteln. In einem aktuellen Fall ist es den ermittelnden Kriminalbeamten noch gelungen, mit Hilfe des betroffenen Geldinstituts eine Überweisung rückgängig zu machen. Das ist allerdings die Ausnahme.


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In den allermeisten Fällen ist das überwiesene Geld für immer verschwunden und das erwartete Thermomix -Paket bleibt aus.

Neben der beliebten Küchenmaschine nutzen die Betrüger auch Produkte aus der Unterhaltungsindustrie, wie zum Beispiel Spielekonsolen, als Lockmittel.

Auffällig ist dabei immer der deutlich unter allen anderen Anbietern liegende Preis.

Das sollte immer stutzig werden lassen, warnt die Paderborner Polizei. Hinter solchen Schnäppchen stecken meistens Betrüger, die es nur auf das Geld der Schnäppchenjäger abgesehen haben.

Neue Thermomix-Originalgeräte werden nur zum Originalpreis und nicht über das Internet vertrieben. Sie sind ausschließlich über die Gebietsvertreter des Herstellers erhältlich.

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