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Cuxhaven – Der Wagen wurde erfolgreich verkauft, später ruft eine Person beim Verkäufer an und behauptet, der Wagen habe kurz nach dem Kauf einen Defekt gehabt und der Verkäufer solle nun die Reparaturkosten teilweise oder komplett tragen, da sein Mangel an Sorgfalt schuld sei.

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Zunächst müsse der Verkäufer Geld für den Rücktransport des Autos (meistens ins Ausland) überweisen. Diese Masche spielt mit der eigenen Angst der Verkäufer, als Betrüger zu gelten. Zudem packt den Verkäufer das schlechte Gewissen, wenn trotz gründlicher Checks des Wagens ein Defekt vorliegt. Es handelt sich aber um eine Betrugsmethode, bei der Betrüger Verkaufsvorgänge im Internet genau beobachten und dann den Verkäufer kontaktieren. Die Käufer selbst wissen in der Regel weder etwas von dem angeblichen Schaden noch von dem Betrugsversuch.

Grundsätzlich rufen die Täter in den bekannten Fällen dieser Art mit ausländischen Länderkennungen an. Ende Juni ereignete sich ein solcher Fall auch zum Nachteil eines Cuxhavener Autoverkäufers. Die Telefonnummer der Anrufers hatte eine libanesische Länderkennung „00961“ bzw. „+0961“.

Der Cuxhavener hatte einen Wagen an einen Bremer verkauft. Anschließend rief ihn ein aggressiver Mann an und behauptete, der Wagen hätte an der Süddeutschen Grenze einen Achsbruch erlitten. Für den Rücktransport sollte der Verkäufer 2.000 Euro überweisen. Um seine Forderung zu unterstreichen, bedrohte der unbekannte Anrufer den Verkäufer massiv und versuchte, ihn zu erpressen.

Jetzt reicht´s!

„Jetzt reicht´s“, lautet bei dieser Masche oft der Text einer SMS von Betrügern, die sich gezielt an Autoverkäufer richten. „Jetzt reicht es“, denkt sich auch die Polizei und möchte Kraftfahrzeugverkäufer im Landkreis Cuxhaven deshalb ausdrücklich vor dieser Masche warnen.

Deutschlandweit sind Fälle dieser Art bekannt. Doch wie kommen die Kriminellen an die Information, dass jemand vor kurzem ein Auto verkauft hat? Die Gemeinsamkeit der Fälle liegt in der Veräußerung von Fahrzeugen im Internet. In verschiedenen Portalen bieten Privatpersonen und Firmen ihre Fahrzeuge zum Verkauf an bzw. versteigern diese. Die Kriminellen suchen sich gezielt Verkäufer aus, deren Auktionen vor kurzem ausgelaufen sind. Auf gut Glück wählen sie die vorher im Netz für den Verkauf angegebenen Nummern der Verkäufer. Da sie über die Fahrzeuge bereits einiges wissen, denn die waren für den Verkauf im Internet ausführlich beschrieben, können sie den Verkäufer mit vielen Details konfrontieren und sich so glaubhaft machen. Sie fordern eine Rücküberweisung des Kaufbetrages oder zumindest eines Teiles davon. Zudem drohen sie dem Angerufenen mit erheblichen Repressalien, wenn er der Forderung nicht nachkommt.

Die Polizei geht davon aus, dass viele Erpressungsversuche der Polizei bislang nicht mitgeteilt wurden und so das Dunkelfeld der tatsächlichen Vorfälle recht groß ist. Verkäufer sollten sich über die Betrugsversuche von Kriminellen im Klaren sein und bei einer erfolgten Bedrohung sofort die Polizei informieren.

Sie stehen im Kontakt mit einem vermeintlich unseriösen bzw. betrügerischen Anrufer? Näheres erfahren Sie unter: http://sicherer-autokauf.de/de/

Schützen Sie sich vor diesen Betrügern:

  • Geben sie in Annoncen im Internet nur die notwendigsten Datenvon sich preis.
  • Rufen sie keine ihnen fremden Nummern zurück, wenn sie per SMS benachrichtigt oder um Rückruf gebeten werden. Insbesondere bei Nummern aus dem Ausland sollten sie skeptisch sein.
  • Notieren sie sich die im Display angezeigte Nummer, wenn zu ihnen Kontakt aufgenommen wird oder sie sogar bedroht werden. Geben sie auch in einem solchen Telefonat keinerlei persönliche Daten von sich heraus.
  • Lassen sie sich nicht auf ein Gespräch mit dem Anrufer ein. Legen sie am besten sofort auf.
  • Gehen sie niemals auf Forderungen der fremden Anrufer ein. Tätigen sie vor allem keine Überweisungen oder sonstige Geldtransfers mit Unbekannten, ohne bereits eine Gegenleistung erhalten zu haben.