Seit Tagen bekommen wir unzählige Anfragen zu einem Elternbrief, der von der Direktion der Volksschule “Peter Rosegger” (Graz/Steiermark/Österreich) verfasst wurde.

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Der Brief selbst wurde nicht von der Schule, sondern von besorgten Eltern veröffentlicht.

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In diesem Brief geht es darum, dass es am 8.4.2015 zu einem Zwischenfall gekommen ist, bei dem ein Mann auf die Schulkinder zu ging und diese mit einer Waffe bedroht haben sollte.

Veröffentlicht wurde der Beitrag am 9.4.2015. Wir haben zwar die Polizei angeschrieben und warten noch auf eine Informationen – jedoch hat die Tageszeitung “Kleine Zeitung” am 11.4.2015 bereits einen Artikel zu dem erwähnten Brief veröffentlicht. Aus diesem dürfen wir hier zitieren:

Unbekannter wollte Bub ins Auto locken

Grazer Polizei ermittelt: Ein Mann wollte einen Volksschüler in sein Auto locken. Was alle beunruhigt: Es ist der dritte Vorfall nahe einer Volksschule in Wetzelsdorf.

In einer ersten Version, die über soziale Medien verbreitet wurde, war gar von einer vorgehaltenen Waffe die Rede. Auf Anfrage der Kleinen Zeitung relativiert man das bei der Polizei – dennoch: „Nach ersten Gesprächen mit Zeugen und Betroffenen stimmt Folgendes: Ein Fahrzeug blieb stehen und dessen Lenker forderte einen Bub zum Einsteigen auf“, so Polizei-Sprecher Maximilian Ulrich. „Dieser Mann hat etwas in der Hand gehalten, das könnte eine kleine Pistole gewesen sein. Aber es wurde damit niemand bedroht.“ In jedem Fall werde nun intensiv ermittelt.

Zeugen haben ein großes, weißes Fahrzeug gesehen
Maximilian Ulrich, Polizei-Sprecher

In unmittelbarer Nähe zum Tatort liegt die Volksschule Peter Rosegger. Deren Direktorin Sabine Reß hat die Eltern per Brief über den Vorfall informiert. „Es ist bereits der dritte Fall dieser Art im Umkreis unserer Schule seit September. Wir wollen hier keine Panik verbreiten, man darf es aber auch nicht unter den Teppich kehren.“
In den Klassen wird thematisiert, wie man sich im Fall des Falles verhält. „Auf keinen Fall mit der Person reden, laut Schreien, wenn andere in der Nähe, wenn geht weglaufen und zum nächsten Erwachsen flüchten“, so Reß.

Verweis: Kleine Zeitung

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