Im Moment schwirrt ein Statusbeitrag auf Facebook herum, welcher angeblich vom “Einrichtungsmarkt POCO” stamme.

- Sponsorenliebe | Werbung -

Doch das stimmt nicht. Hinter dem angeblichen 500 EUR Gutschein von POCO lauern in Wahrheit Datenhändler. Es handelt sich dabei um solche Statusbeiträge:

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Der Statusbeitrag als Wortlaut:

POCO hilft Ihnen mit einem 500 € Gutschein!
Erhalten Sie jetzt eine mit nur einer kleinen Umfrage

Klickt bzw. tippt man auf den Statusbeitrag, dann landet man auf einer der bereits für ihr Layout bekannten Gewinnspielwebseiten, bei denen man als Nutzer ein paar Fragen beantworten muss.

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Am Ende wird der Nutzer aufgefordert, den Beitrag zu TEILEN. Erst dann kann er seinen Gutschein anfordern. Durch das TEILEN wird der Statusbeitrag also fortlaufend in Umlauf gebracht und immer mehr Nutzer tappen dadurch in die Falle!

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Im Übrigen: Alle Kommentare, die man auf der Seite zu sehen bekommt, wurden gefälscht. Es handelt sich dabei um keine echten Facebooknutzer!

Am Ende landet der Nutzer bei diversen Gewinnspielen wie z.B. diesem hier:

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Das Ziel ist, dass Facebooknutzer in diversen Formularen ihre Kontaktdaten preisgeben.

Es handelt sich also abermals um den Handel mit Daten!

Was die meisten Nutzer hier nicht bedenken ist, dass es hier um IHRE DATEN geht. Sprich, ihre Daten werden in eine Datenbank gespeist und der jeweilige Teilnehmer darf sich in Folge auf etliche WERBEMAILS, WERBEANRUFE uvm. “freuen”. Diese Information, auch immer wieder in abgewandelter Form, findet der User meist im KLEINGEDRUCKTEN unter dem Gewinnspielformular vor! Dort lautet es, in immer wieder leicht abgewandelter Form, wie folgt:

“Ja, ich bin damit einverstanden, dass eine Auswahl der in der Sponsorenliste aufgeführten Firmen mich postalisch, telefonisch oder per E-Mail oder SMS über Angebote aus ihrem jeweiligen Geschäftsbereich informiert. Die Auswahl der werbenden Unternehmen können Sie selbst beeinflussen. Das Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Weitere Infos dazu hier.”

Aber nicht nur das!

In den meisten Fällen werden solche Nutzerdaten auch weiter verkauft. So ein Datensatz kann dann dem Verkäufer schon ein paar Euro einbringen.

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