Phishing Warnung: Amazon Deutschland Email
Phishing Warnung: Amazon Deutschland Email "Aufgrund der neuen DSGVO"
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Auch diese Email von Amazon ist gefälscht!

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Zusätzlich zu dem Vorwand, man müsse sein Konto wegen eines Updates verifizieren kursiert noch diese betrügerische Email im Namen von Amazon:

Screenshot by mimikama.at
Screenshot by mimikama.at

Guten Tag lieber Kunde!

Aufgrund der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr, die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist, muss Amazon (Europe) seine AGB aktualisieren und eine Verifizierung aller Kundendaten durchführen.

Da Sie die Verifizierung bisher noch nicht in Ihrem Nutzerkonto durchgeführt haben und wir auch weiterhin Schutz ihrer Daten gewährleisten müssen, fordern wir Sie dazu auf den Verifizierungsprozess innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt dieser E-Mail durchzuführen.

Anmeldung

Wir bitten Sie drum, sich als Inhaber dieses Kontos zu legitimieren.

Nun ja, „wir bitten SIE drum“ diesen Emails nicht Folge zu leisten! Denn folgt man dem Button, gelangt man zu dieser Eingabemaske:

Screenshot by mimikama.at
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Doch Vorsicht!

Diese Emails sind nur ein Mittel zum Zweck. Die Betrüger versuchen ihre Opfer mit einem Vorwand unter Druck zu setzen, sodass sie schnell über den mitgeschickten Button ihre Daten in den gefälschten Login eintippen.

Dazu wird das Corporate Design von Amazon kopiert und für eine gefälschte Login-Seite verwendet.

Tipp: Man sollte in keinem Fall seine Daten über einen externen Link teilen. Am besten, man besucht manuell im eigenen Browser die Seite und loggt sich über die Originalseite ein!

Wie kann ich mich schützen?

Tappt man in eine solche Phishing-Falle, helfen folgende Maßnahmen:

Grundsätzlich kann eine Sicherheitssoftware präventiv helfen!

Bei aller Vorsicht kann man natürlich trotzdem zum Opfer einer Phishing-Attacke werden und seine persönlichen Daten ungewollt Dritten preisgeben.

Wichtig ist dann: Nicht in Panik geraten, aber unverzüglich handeln!

Damit Du im Ernstfall weißt, wie Du vorgehen kannst, folgt hier unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Nimm unverzüglich Kontakt mit dem Unternehmen auf, für das deine persönlichen Benutzer- oder Login-Daten geklaut wurden. Bitte telefonisch beim Kundendienst um Sperrung Deines Accounts. Speziell bei Banken ist für solche Fälle rund um die Uhr eine Sperr-Hotline erreichbar. Schildere Deinen Fall, und umgehend wird Dein Account bzw. Benutzerbereich mit den alten Login-Daten nicht mehr erreichbar sein.
  2. Melde Dich beim Benutzerkonto an und prüfe, ob Du Dich noch einloggen kannst. Wenn ja, gehe unverzüglich zu dem Bereich, in dem Du Deine aktuellen Login-Daten ändern kannst. Lege ein neues Passwort fest und ändere, wenn möglich, auch den Benutzernamen und die hinterlegte Kontaktadresse.
  3. Kontrolliere sofort, ob bereits Kontoänderungen oder Transaktionen vorgenommen wurden, denn meist sind Kriminelle sehr schnell. Überprüfe, ob beispielsweise Waren gekauft oder Abbuchungen vorgenommen wurden, für die Du selbst nicht verantwortlich bist. Sollte das der Fall sein, informiere sofort den Kundenservice des jeweiligen Anbieters.
  4. Dokumentiere alle Auffälligkeiten. Fertige Screenshots an, drucke Kontoauszüge und die Phishing-Mail aus, bzw. leite die E-Mail an das Unternehmen weiter, in dessen Namen die Internetkriminellen die Phishing-Mail versendet haben.
  5. Kontaktiere einen auf Internetbetrug spezialisierten Rechtsanwalt, schildere ihm Deinen Fall, und reiche alle Dokumente ein, die mit dem Betrug in Zusammenhang stehen. Du solltest den Anwalt auch dann kontaktieren, wenn du bis dato noch keinen Schaden verzeichnen konntest.
  6. Eine 2 Faktor Authentifizierung (sofern angeboten) verhindert Zugriffe auch dann, wenn Betrüger durch Phishing an die Zugangsdaten gelangt sind.

Übrigens gibt es auch beim Phishing Hoffnung, dass gestohlene Beträge (beispielsweise beim Onlinebanking) von den Banken ersetzt werden. Grundlage dafür bildet das Bürgerliche Gesetzbuch. Nach § 675u BGB sind Zahlungsdienstleister verpflichtet, bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen die entwendeten Zahlungsbeträge zu ersetzen. Allerdings gilt dies nur, wenn der Betroffene seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Weitere Informationen zur Rechtsgrundlage im Schadensfall findest Du hier.

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Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

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