Eine sehr echt aussehende PayPal-Mail, welche die Nutzer auffordert, ihr Konto zu verifizieren, kursiert derzeit.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

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In der Mail steht:

Hallo XXX YYY,

wir hoffen Sie sind mit unserem bargeldlosem Bezahlen zufrieden. Nachdem in der letzten Zeit häufiger Kundenkonten durch dritte missbraucht wurden, sehen wir uns gezwungen einige Benutzerkonten zu überprüfen und diesen Kunden einer Verifizierung zu unterziehen. Der Verifizierungsprozess dauert maximal 3 Minuten und ist für Sie kostenlos.

Besonders perfide:
Der Absender lautet kunden@paypal.de, wirkt also echt, in der Mail wird der Nutzer auch mit vollem Namen begrüßt, und der Text ist nahezu fehlerfrei.

Klickt man nun auf „Weiter zu PayPal“, schlägt Kaspersky sofort Alarm:

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An der angezeigten Webadresse im obigen Screenshot erkennt man bereits, dass man nicht auf der PayPal-Seite landet, sondern auf einer Seite, welche nur dazu angelegt wurde, um an Login- und Kreditkarten-Daten zu kommen.

Natürlich könnte man denken, dass das ja vielleicht doch eine Seite von PayPal sein könnte,, jedoch zeigt uns eine Whois-Abfrage, dass der Domainhaber nicht etwa PayPal ist, sondern in China sitzt:

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ZDDK-Hinweis!

Wenn sie so ein E-Mail bekommen, dann vergewissern sich ob dieses überhaupt von PayPal stammt. Wen sie sich nicht sicher sind, dann sende die komplette E-Mail zur Prüfung an PayPal direkt. Dafür steht die folgende E-Mailadresse zur Verfügung: spoof@paypal.com oder taeuschung@paypal.de . Auch über die kostenlose Kundeservice Telefonnummer: 0800 723 45 00 kann man kontaktieren.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
-Mimikama unterstützen-