UPDATE: 30.1.2014 / 21:24 Uhr

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Die Tageszeitung “DIE PRESSE” hat soeben folgendes veröffentlicht:

Österreicherin in Wien gelandet!

Die Wienerin, der nach einer Vergewaltigungsanzeige in Dubai eine Haftstrafe drohte, durfte die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen. Die Studentin landete am Donnerstagabend in Wien-Schwechat, teilte das Außenministerium mit. Abgeholt wurde die 29-Jährige von VP-Außenminister Sebastian Kurz.verkündet, dass die Wienerin wieder in Österreich gelandet ist!
Verweis und Quelle: http://diepresse.com/home/panorama/welt/1556101/Vergewaltigung-in-Dubai_Osterreicherin-in-Wien-gelandet?_vl_backlink=%2Fhome%2Findex.do

Ob die Petition der Grund der FREILASSUNG gewesen ist, kann man nicht sagen!

Um was ist es gegangen?

Im Moment macht auf Facebook eine Petition die Runde und wird auch fleißig geteilt. Viele Nutzer fragen bei uns an, ob das auch alles stimmt was da steht.

Bevor wir zur Petition kommen, möchten wir erwähnen, dass es sich bei diesem Thema um KEINEN FAKE handelt! Uns geht es hier nicht darum, diese Petition “SCHLECHT ZU REDEN”. Es geht uns darum EINE Petition kritisch zu betrachten und ob diese einen Sinn macht!

Die Petition selbst ist u.a. an den Außenminister Sebastian Kurz gerichtet.

Petition: Kurz soll Vergewaltigungsopfer aus Dubai retten

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) wird darin aufgefordert, sich nachdrücklich für die Ausreise der Frau einzusetzen, der der Pass entzogen wurde, und die in Dubai derzeit bei Freunden wohnt. „Dies ist eine erste internationale Bewährungsprobe für den jüngsten Außenminister aller Zeiten. Sebastian Kurz muss sicherstellen, dass Dubai die junge Österreicherin zu ihrer Familie und ihren Freunden zurückkehren lässt und seine Gesetze so ändert, dass Opfer geschützt anstatt mit einer harten Gefängnisstrafe bedroht werden“, sagte Christoph Schott, Kampagnenleiter des weltweit agierenden Bürgerrechts-Netswerks Avaaz, der APA.

Kurz steht mit Dubai in Kontakt
„Der Minister steht persönlich mit Verantwortungsträgern der Emirate in Kontakt und hat ein hochrangiges Krisenteam des Ministeriums nach Dubai entsandt“, hieß es dazu aus dem Außenministerium. Zudem habe Kurz „seit Beginn an alles in seiner Macht stehende getan, um unserer Österreicherin zu helfen“.
–> http://diepresse.com/home/panorama/welt/1555277/Petition_Kurz-soll-Vergewaltigungsopfer-aus-Dubai-retten?_vl_backlink=/home/index.do

Es geht um diesen Statusbeitrag:

Dubai - Vergewaltigte Österreicherin freilassen 

Der SPIEGEL schreibt u.a.

Seit Wochen sitzt eine österreichische Touristin in Dubai fest. Sie gibt an, vergewaltigt worden zu sein. Nun droht dem mutmaßlichen Opfer eine lange Haft – wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs. Nur eine Hochzeit mit dem Peiniger könnte das mögliche Strafmaß senken.

DERSTANDARD:

Dubai: Österreicherin droht nach Vergewaltigung Verfahren!  Die Frau musste nach Anzeige ihren Pass abgeben – Ermittlungen wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs – Österreichische Botschaft: Frau nicht in Haft

DER KURIER:

Vergewaltigter Österreicherin droht Haft. Sie soll ihren Peiniger heiraten, um einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe zu entgehen.

Die Petition:

Klickt man auf den Verweis, dann öffnet sich diese Seite:

Dubai - Vergewaltigte Österreicherin freilassen 

Die Petition selbst wird nach Aussage des Erstellers an den Österreichischen Außenminister Sebastian Kurz übermittelt. So steht es zumindest auf der Seite der Petition.

 Außenminister Sebastian Kurz

 Peter Elsner-Mackay, Botschafter Österreich in VAE

Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Herrscher des Emirats Dubai

Des weitere wird die Petition an Peter Elsner-Mackay, Botschafter Österreich in VAE übermittelt sowie an Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Herrscher des Emirats Dubai

Ob und in welcher Form diese genannten Herrschafften die Petition erhalten, können wir NICHT sagen.

Eine Petition kann jeder Internetuser erstellen/einreichen und somit sein Anliegen äußern.

Avaaz, der Anbieter schreibt selbst:

Bürgerpetitionen von Avaaz ermächtigen Menschen durch Online-Tools die Welt zu schaffen, die sich die meisten Menschen wünschen.Bürgerpetitionen von Avaaz ist eine neue Internetplattform, die Menschen auf der ganzen Welt die Möglichkeit gibt eigene Kampagnen zu starten und zu gewinnen. Sowohl auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.
Bürgerpetitionen sind ein Teil von Avaaz, der von Nutzern selbst erstellte Inhalte in den Mittelpunkt stellt. Avaaz ist das größte weltweite Kampagnen-Netzwerk, das mit Bürgerstimmen politische Entscheidungen weltweit beeinflusst. Jede Woche nehmen Millionen von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und Ländern auf Avaaz an Kampagnen zu dringenden Themen wie Korruption, Armut, Krieg und Klimawandel.
Avaaz nutzt das Internet, um Tausende von individuellen Aktionen zu bündeln, um mit vereinten Kräften für das Gemeinwohl einzutreten. Dank den Bürgerpetitionen von Avaaz können wir alle diese Online-Tools nutzen, um unsere eigenen lokalen, nationalen oder internationalen Kampagnen zu starten und gemeinsam positive Veränderungen in der Welt zu schaffen.
Avaaz – bedeutet „Stimme“ in vielen Sprachen Osteuropas, des Mittleren Ostens sowie Asiens – ging 2007 mit einer einfachen demokratischen Mission aufs Netz: Bürgerinnen und Bürger auf der ganzen Welt zu mobilisieren, um gemeinsam die Lücke zwischen der Welt, die wir haben und der Welt, die wir uns wünschen zu schließen. Avaaz arbeitet in 15 Sprachen und wird von einem professionellem Team auf vier Kontinenten und Tausenden von Freiwilligen auf der ganzen Welt betreut. Wir handeln — Unterschreiben von Petition, Finanzierung von Medienkampagnen und direkten Aktionen, Kontaktaufnahme mit Regierungsvertretern über Telefon und E-Mail, die Durchführung von „Offline“-Protesten und Events — um mit den Meinungen und Wertvorstellungen der Menschen auf der ganzen die Entscheidungen, die uns alle betreffen, zu beeinflussen.

Wir von ZDDK hoffen, dass es sich bei dieser (und auch anderer) Petitionen nicht nur um “Gutmenschen” handelt. Leider mussten wir im Laufe der Jahre die Erfahrung machen, dass es auch viele schwarze Schafe gibt, die solche Petitionen für sich genutzt haben.

Natürlich ist es so, dass man als User “mit einem Klick” schnell mal helfen möchte. Aber man muss bitte bedenken, wenn man sich bei avaaz.org anmeldet, dass man dann auch zukünftig Aufforderungen bekommt an anderen Petitionen teilzunehmen usw. Es ist also nicht nur mit der einen “Unterschrift” getan. Man bekommt laufend E-Mails in sein Postfach und wird dann auch mal aufgefordert seine eigene Petition zu starten.

Fazit:

Selbstverständlich liegt es in unserer Natur jemanden anderen zu helfen. Dagegen spricht absolut nicht. Man muss sich aber auch immer im Hinterkopf behalten wo ich meinen Namen bzw. meine Mailadresse hinterlasse. Petitionen sind auch eine sinnvolle Sache. Aber in den meisten Fällen scheitert es schon an den Voraussetzungen für eine Petition (Bescheidanspruch). Ja es ist ein gutes Gefühl mit einem Klick etwas zu bewegen, aber die Frage ist ob es wirklich einen Sinn macht und ob die Petition an der richtigen Stellen ankommt.

Die Petition selbst findet man hier:
https://secure.avaaz.org/de/petition/Sebastian_Kurz_Aussenminister_Oesterreich_Dubai_Vergewaltigte_Oesterreicherin_freilassen/?bqEDQcb&v=34822

Quellen und Verweise:

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