-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Erneut versuchen Betrüger PayPal-Kunden mit einer angeblichen E-Mail von PayPal in die Falle zu locken.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Diesmal soll sich der Kunde über einen Link erneut anmelden, damit er wieder Zugriff auf seinen Account hat. Der Link ist natürlich vom Absender vorgegeben.

Um diese E-Mail handelt es sich:

image

Der Inhalt der E-Mail im Klartext lautet:

Betreff: PayPal-Konto verifizieren

Hi geehrter Klient!

Bitte einspringen Sie uns dabei, Ihr PayPal-Konto wieder ordnen.

Bis dahin haben wir den Zugang zu Ihrem PayPal-Account vorübergehend begrenzt.

Was ist los?

Wir haben kürzlich von einer womöglich nicht genehmigten Kreditkartennutzung mit diesem PayPal-Konto erfahren. Zu Ihrem Schutz
haben wir den Zutritt auf Ihr Account eingeschränkt.

Bearbeitungsnummer: PP-494-582-728-715

Was muss ich jetzt tun?

aufgrund verdächtigter Aktivitäten in Ihrem PayPal-Account sollen Sie sich als gesetzlicher Eigentümer belegen. Nachdem Sie sich bestätigt haben, können Sie Ihren
PayPal Account wie gewohnheitsmäßig nutzen.

Viel Kaufsspaß mit risikolosen Ausgaben wünscht PayPal!

Einloggen PayPal

Es ist deutlich zu erkennen, dass die E-Mail zuerst auf einer anderen Sprache geschrieben und dann ins Deutsche übersetzt wurde.


SPONSORED AD

Doch mittlerweile gibt es auch Betrugsversuche, die in einwandfreiem Zustand sind, zum Beispiel unser gestriger Fall. Auch die E-Mail-Adresse mit der Endung @paypal.com soll nur der kompletten E-Mail einen Touch an Glaubwürdigkeit verleihen.

Schutzsoftware warnt!

Unsere Kaspersky Schutzsoftware warnt direkt: hinter dem Link verbirgt sich eine Phishing-Adresse! Daher wird die Seite bei aktualisiertem Stand direkt geblockt.

image

Ohne entsprechende Software öffnet sich aus der Mail heraus eine Betrügerseite, welche dem PayPal Login nachempfunden ist. Hier soll man seine Identität bestätigen, weil angeblich auffällige Aktivitäten bei den Transaktionen entdeckt wurden.

Doch Vorsicht: DAS ist nicht PayPal!

Klicken wir weiter, kommen wir auf folgende Seite:

image

Diese Seite ist 1:1 nachgebaut und man könnte tatsächlich drauf reinfallen, wenn man nicht so skeptisch wäre.

Hier hat man nur eine einzige Möglichkeit: sich einloggen.

Natürlich landen diese Informationen direkt beim Betrüger und egal wie oft man versucht sich anzumelden, sobald man auf “Enter” drückt kommt man immer wieder auf diese Seite.

Alle anderen Schaltflächen (Privatkunden, Geschäftskunden, Geld senden, Kostenlos anmelden, Geschäftskonto eröffnen) sind nicht klickbar  und sollen nur den Anschein erwirken, als handle es sich um die offizielle PayPal-Seite

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.