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Die Meldung zum Tode von Paris Hilton lässt sich in nur wenige Worte fassen: es handelt sich um eine bewusste Falschmeldung!

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Interessanter ist es jedoch, einmal zu schauen, warum sich diese Meldung verteil, wer dahinter steckt und was diese Profile so treiben. Denn was sich da finden lässt, ist recht umfangreich, so dass wir es in drei Teile aufteilen.

Teil 1: (SCHOCK) Paris Hilton ist tot

Aus der Vergangenheit kennen wir die diversen Schock-Videos, welche durch die Nutzer und deren Neugier viral über Facebook verbreitet wurden. Das ist auch hier der Fall.

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Der Trick ist zwar alt, aber scheint zu funktionieren, denn neuerdings tauchen überall diese Statusmeldungen auf.

Ein Klick

und man verlässt Facebook. Die Seite, welche sich hier lädt, sieht weder nach Facebook, noch nach Youtube aus. Zum Hinweis: gestern (15.05.2015) untersuchten wir diesen Link bereits, da gab es jedoch diese Art von Grafik noch nicht. Man muss also davon ausgehen, dass diese Seite ihr Aussehen jederzeit ändern kann.

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Fakt ist jedoch: hier gibt es kein Video!

Ein weiterer Klick

Klickt man auf den Play-Pfeil, so öffnet sich eine Dialogbox. man wird dazu genötigt, auf Facebook etwas zu teilen, um das Video anschauen zu können.

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Interessanterweise nennt sich dieses, was man bestätigen soll, “Gefällt mir” und kommt ein wenig unverständlich daher. Dazu kommen wir jedoch im zweiten Teil unserer Reihe.

Zunächst soll man hier nun “Gefällt mir” drücken”, im Hintergrund läuft bereits ein Video. Dieses Video bildet nun eine Dame ab, die wie Frau Hilton aussieht. Eine synthetisch klingende Stimme spricht dazu auf polnisch einen Inhalt. Mit einer Meldung zum angeblichen Tode von Paris Hilton hat das nichts zu tun.

Zurück auf Facebook

Hier stellen wir fest, dass uns unser kleiner Ausritt in die Welt der Verführer uns ein Ei in den Newsstream gelegt hat: wir sind selbst zum Verteiler der Meldung geworden!

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Am eigenen Newsstream wurde durch unser Profil exakt die Meldung gepostet, auf welche wir auch am Anfang eingestiegen sind. Das ist eine unfreiwillige virale Verteilung.

Weg damit!

Mit solch einem Unsinn schmückt sich niemand gern, daher sollte man diesen Eintrag auch schnell entfernen. Über das Aktivitätenprotokoll geht das sehr angenehm.

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Ein Klick auf das Stiftsysmbol am rechten Rand öffnet ein kleines Auswahlmenü, in dem eingestellt werden kann, was mit der Statusmeldung geschehen soll. In diesem Falle: löschen!

Wer steckt denn nun dahinter?

Man fragt sich immer wieder, woher diese Ködervideos und kleinen Betrügereien kommen. Wir haben da genauer hingeschaut und ein paar Fakeprofile, sowie verdächtige kleine Gruppen mit interessanten Inhalten gefunden.

Unsere Erkenntnisse dazu im zweiten Teil

Fakeprofile und Strohgruppen  –  Neue Abzockwelle kommt auf Facebooknutzer zu (Teil 2)

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