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Derzeit verunsichert eine Warnmeldung, dass Kinder von unbekannten aus einem schwarzen Mercedes heraus angesprochen werden, die Eltern.

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Betroffen ist in dem aktuellen (21.04.) Fall die Region Siegburg, genauer genannt die Orte Neuhonrath und Krahwinkel bei Lohmar.

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Die Warnmeldung, welche in ihrer ursprünglichen Form an  an alle Eltern verteilt werden soll, lautet im Klartext folgendermaßen:

Bitte teilen:
Schwarzer Mercedes mit getönten Scheiben, Kölner Nummer spricht kleine Kinder an, mit dem Angebot diese mitzunehmen, oder Meerschweinchen zu zeigen! Bisher in Neuhonrath und Krahwinkel in den letzten vier Tagen passiert (seit dem 16.4.2015). Kripo Siegburg ermittelt. Bitte an alle Eltern weiterleiten.

Stille Post

Die Meldung hat mittlerweile eine leichte Eigendynamik bekommen und wurde durch ein paar “Stilelemente” dramatisiert:

Bitte an alle bekannten Eltern kleiner Kinder weitergeben!!!!!!!!!!!!!!

Daneben wurde die konkrete Zeitangabe, also der 16. April + 4 Tage, entfernt, so dass diese Meldung nicht nur dramatischer, sondern auch wesentlich allgemeingültiger wurde, und somit auf Dauer schwerer zu verfolgen sein wird.

Offizielle Stimmen

Mittlerweile gibt es offizielle Stimmen, die eindeutig die Facebookgerüchte erklären, zum Beispiel gibt es seit heute Mittag eine Meldung auf Rheinsieg24.de:

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(Screenshot: rheinsieg24.de/)

Hier wird deutlich ausgesagt:

Es gab keinerlei Zwangsausübung oder bedrohliches Verhalten. […]
Dieser Sachverhalt wurde in unterschiedlichen Versionen durch unbekannte Quellen in den sozialen Netzwerken verbreitet.[…]
Bisher konnte kein strafrechtlich relevanter Sachverhalt festgestellt werden. Der Fahrer, sowie die Beifahrerin des schwarzen Mercedes wurden ermittelt und stehen in keinem Zusammenhang mit dem geschilderten Vorfall.

Der Bericht von Rheinsieg24.de entstammt der offiziellen Meldung der Polizei, die wir an dieser Stelle gerne zusätzlich weitergeben: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/65853/3002121/pol-su-verdaechtiges-ansprechen-von-kindern/rss 

Quelle: Facebook

Immer wieder gibt es Falschmeldungen, die auf Gerüchten basieren, welche bei Facebook umhergeteilt werden. An dieser Stelle halten wir es wie der Rat der Polizei und merken an:

Die Polizei rät Eltern insbesondere im Interesse der Kinder: Schüren Sie keine Angst verbreitende Gerüchte. Das würde die Kinder nur verunsichern.

Gleichzeitig gilt jedoch grundsätzlich:

Sensibilisieren Sie Ihre Kinder zum Umgang mit Fremden. Verbieten Sie das Einsteigen in fremde Autos oder das Mitgehen mit fremden Personen. Sorgen Sie dafür, dass sie immer den Aufenthaltsort des Kindes kennen. Bringen Sie den Kindern bei, laut um Hilfe zu schreien und zu flüchten, falls jemand versucht, sie gewaltsam festzuhalten. Melden Sie Verdächtiges der Polizei über den Notruf 110.

Quelle: rheinsieg24.de/

Autor: Andre, mimikama.at

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