Kettenbrief:
Kettenbrief: "Nimm keine Freundschaftsanfrage von XYZ an"
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Diese Kettenbriefe gehören schon beinahe zum Inventar Facebooks. Die Liste angeblicher Hacker ist lang und wird jedes Jahr ergänzt, wiederverwertet oder erneut in Umlauf gebracht.

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Wer diese Warnung in seinem News Feed vorfindet, kann sie getrost ignorieren:

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Sagen Sie Ihrer Kontaktliste, dass sie keine Anfrage von u’s.rj akzeptieren. Jorge Sáenz, Jorge Prieto, Jorge Mosqueda sind Hacker und haben das System mit Ihrem Facebook-Account verbunden. Wenn einer Ihrer Kontakte dies akzeptiert, werden Sie ebenfalls gehackt, und stellen Sie sicher, dass alle Ihre Kontakte informiert sind. Senden Sie es erneut, so wie Sie es erhalten haben. Danke!

Seit Jahren kursiert das Gerücht der angeblichen Hacker, die mit dem System von Facebook verbunden sein sollen. Man solle bloß keine Freundschaftsanfrage annehmen.

Aber was haben wir hier wirklich für eine Meldung?

Zum einen handelt es sich um einen klassischen Hoax, der fälschlicherweise für wahr gehalten wird. Zum anderen bleibt der Text/Inhalt bei Falschmeldungen dieser Art immer ident, nur der Name wird geändert.

So wird aus Marcel Hohmann auf einmal Jorge Pietro oder Ute Christoff oder oder oder… Und die Nachricht kommt immer wieder neu in Umlauf.

Solche und ähnliche Kettenbriefe an sich existieren schon seit 2011 und wurden zuerst auf Facebook in Postings und per PN weiterverbreitet. Die Namen und Telefonnummern wechselten dabei über die Jahre immer mal wieder.

Begonnen hat alles mit einem sogenannten Moritz Häupl und einem Christian Wick. 2012 wurde dann aus Christian Wick auf einmal ein Marcel Hohmann und im Jahre 2014 dann Domenik Beuting sowie Andreas Opitz. Weiter ging es dann 2015 mit Ute Christoff. Aus Ute Christoff wurde 2016 dann Ute Lehr und 2017 war dann ein gewisser Anouk Theiler an der Reihe!

Man erkennt also definitiv ein Muster.

Technisch gar nicht möglich!

Solche “Hackerangriffe” sind technisch auch gar nicht möglich …

  1. Welche Person auch genannt ist, sie ist kein Virus. Außer sie hat einen.
  2. Sie kann auch keine Festplatte zerstören bzw. sich auch keine Daten herunterladen, denn so etwas passiert nur, wenn man sich einen Trojaner einfängt.
  3. Auch wenn ein Freund “Hannes B.” als “Freund” hätte, dann hätte er noch immer keinen Zugriff auf deine Daten.
  4. “Weil er sich durch die Liste frisst….” Wir hoffen, dass sich Hannes B. nicht verschluckt und einen zu vollen Magen bekommt.

An den Behauptungen ist absolut nichts dran; der Angriff auf die Festplatte ist genauso aus der Luft gegriffen, wie auch die angeblichen Bestätigungen von diversen Medien. Das gilt für “Hannes B.” oder sonst irgendeinen Namen, der bei solchen Kettenbriefen auftaucht!

Generell gilt zu sagen:

Sei achtsam, was du auf Facebook anklickst, auch wenn ein Freund etwas über Messenger sendet. Dasselbe gilt für Freundschaftsanfragen von Personen, die man nicht kennt!

Zum anderen gilt es zu sagen, dass man solche Statusbeiträge, bei denen Namen auftauchen, nicht ungeprüft teilen sollte, denn die im Statusbeitrag erwähnten Nutzer wurden, wenn überhaupt, selbst Opfer eines Phishingangriffs.

Oder wie im Fall von Hannes B., das Opfer eines Scherzes von besonders „witzigen“ Freunden, die die Viralität des von ihnen adaptierten Kettenbriefs unterschätz haben.

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