“Wir haben dein Zeug gefunden und wollen einen Finderlohn von 250 Euro”. Na schönen Dank auch: erst die Brieftasche stehlen und dann dafür ganz scheinheilig einen überhöhten Finderlohn verlangen. Doch das ist gehörig schief gegangen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Was man den “Findern” jedoch lassen muss: sie haben augenscheinlich anhand des Inhaltes der Brieftasche auch seinen Facebookaccount ermitteln können, um diesen dann mit einer dreisten Erpressung anschreiben zu können. Die Polizei Berlin berichtet über diesen irren Versuch:

+++ Ha ho he – erpresster Finderlohn ist nicht Ok +++

Der Jubel über Herthas 2:0-Sieg am Samstag gegen Eintracht Frankfurt war für einen 30-jährigen Lichtenberger leider nur von kurzer Dauer.

Kurz nach dem Fußballspiel bemerkte er, dass ihm jemand im Stadion seine Brieftasche unbemerkt aus der Brusttasche gestohlen haben musste. Gestern meldete sich dann der (leider nicht ehrliche) Finder bei ihm über Facebook. Für einen „angemessenen“ Finderlohn von 250€ würde es das Portemonnaie wiedergeben.

Die zwei verabredeten sich für die Übergabe in Lankwitz. Allerdings wollte unser Fußballfan lieber nicht allein zu der Verabredung gehen und lud uns mit ein 😉

So trafen der „Finder“ und sein Begleiter gestern Abend gegen 18.45 Uhr auf unsere Fahnder vom Polizeiabschnitt 46, die die zwei festnahmen. Denn neben der gesuchten Brieftasche hatten sie auch noch weitere Papiere aus möglichen anderen Straftaten und ein paar Drogen bei sich.

Die beiden Verdächtigen wurden von unseren Kollegen noch für erkennungsdienstliche Maßnahmen mitgenommen.

via Polizei Berlin, Facebook

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady