Betrüger schieben sehr dünne Kartenlese-Wanzen direkt in den Kartenschlitz von Geldautomaten und lesen so die jeweiligen Kartendaten ihrer Opfer ab.

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Manipulationen am Geldautomaten sind nichts Neues, doch jetzt schwappt eine neue Masche aus den USA nach Europa. Die Methode, vor dem Kartenschlitz Lesegeräte anzubringen hat sich herumgesprochen und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen gekontert.

Findige Spitzbuben sind jetzt auf einen neuen Ansatz gekommen, um an die gewünschten Daten zu kommen.

Betrüger schieben sehr dünne Kartenlese-Wanzen direkt in den Kartenschlitz von Geldautomaten und lesen so die jeweiligen Kartendaten ihrer Opfer ab.

Bislang unbekannt!

Sicherheitsexperten von Krebs on Security berichten, dass zuletzt erstmals eine bis dato unbekannte Kartenschlitzwanze entdeckt wurde, sie sind jetzt deutlich dünner als ihre Vorgänger und können so ohne große Probleme in den Geldautomatenschlitz gesteckt werden

Sie sind gegen die meisten Störsender der Banken immun und mit sowohl einem Speicherchip als auch einer kleinen Batterie ausgestattet.


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Der Chip dient zur Speicherung der Kartendaten des Bankkunden.

Diese sehr dünnen Spionagegeräte sind mit Chips und Batterien ausgestattet

Diese sehr dünnen Spionagegeräte sind mit Chips und Batterien ausgestattet  © Krebs on Security

Jedoch nützt die größte Sammlung von Kartendaten nichts, wenn die dazu gehörenden PIN Codes nicht vorhanden sind!

Um an diese zu gelangen, befestigen die Gauner in einem unbeobachteten Moment in der Nähe des Ausgabegerätes eine Minikamera, die sie auf das Tastenfeld ausrichten und filmen so die Bankkunden bei der Eingabe des PIN Codes.

Datenhandel

Haben die Ganoven eine bestimmte Anzahl an Daten und PIN Codes erbeutet, verkaufen sie diese weiter.

Der Experte erklärte, dass die Käufer hauptsächlich Ländern stammen, in denen das sogenannte EMV – Verfahren (Europay International, MasterCARD und VISA), welches das Duplizieren von Geldautomatenkarten verhindern soll, nicht angewendet wird. In diesen Ländern können also immer noch Kopien von Bankkarten hergestellt werden, die voll funktionsfähig sind, damit kann man dann problemlos Bargeld abheben.

Vorsicht ist geboten

Diese neuen Wanzen sind kaum erkennbar und auch die Kamera sind sehr gut versteckt, es wird also auch weiterhin empfohlen, wenn man Bargeld am Automaten abhebt, die PIN Eingabe mit der zweiten Hand zu verdecken, so wird das Risiko gemindert, dass die Kamera die Eingabe mit filmt.

Quelle: Crooks Go Deep With ‘Deep Insert’ Skimmers

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