Ein Bild sagt mehr als tausend Worte so sagt man, manche Bilder bewegen uns sogar mehr als andere.

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Was ein Bild jedoch ohne externe Hilfe nicht schafft, ist sich zu bewegen. Bilder sind statisch, da beißt die Maus keinen Faden ab, das liegt in der Natur der Sache, früher Pinsel, Farbe, Leinwand – heute durchaus auch mal Maus und Grafik- bzw. Zeichenprogramm, welche aber auch nichts anderes machen als Pinsel, Farbe, Leinwand zu simulieren.

Manchen Künstlern gelingen in ihren Bildern durchaus Illusionen, optische Täuschungen – „wie ist die Kiste jetzt aufgebaut“ – „Liebespaar oder Delphine“ – „Pferd oder Frosch“ und so weiter. Eine Steigerung erfährt die Illusion dann, wenn es dem Künstler gelingt durch die Farbwahl auf seinem Bild den Anschein einer Bewegung zu erwecken.

So wie im vorliegenden Fall, die Kugel scheint sich ebenso zu drehen wie die rechts davon befindliche Säule. Keine Zauberei, reine optische Täuschung. Ein weiteres Bild mit einer reizvollen optischen Täuschung möchte man meinen und genau hier kommen die sozialen Medien ins Spiel.

Dort wurde und wird das Bild mit dem Hinweis geteilt, es sei vom japanischen Neurologieprofessor Yamamoto entwickelt worden und dieser habe folgende Anleitung dazu erstellt:

– sehen sie das Bild ruhig, statisch oder mit nur wenig Bewegung sind sie ausgeglichen, entspannt und haben gut geschlafen.

– bewegt es sich langsam, sind sie ein wenig gestresst oder aber sind müde.

– bewegt es sich dauerhaft, sind sie sehr gestresst und könnten geistige/mentale Probleme haben.

Liest sich plausibel, schließlich ist es der Schädelinhalt der sich durch das Bild eine Bewegung vorgaukeln lässt, warum soll man dann nicht auch aus der vorgegaukelten Bewegung Rückschlüsse auf den Istzustand des Hirnes ziehen können?

Kurz gesagt, weil es dann eine Vielzahl entsprechender Bilder gäbe und nicht nur dieses eine Wunderding.

Aber natürlich ist dies nur eine flüchtiger und einfacher Ansatz, es gibt aber gerade bei diesem Bild einen viel schwerwiegenderen Hinweis auf die Fragwürdigkeit des dargestellten Sachverhaltes und der beruht auf der Tatsache, dass nicht Professor Yamamoto der Erschaffer des Bildes ist, sondern der 50jährige Designer Yurii Perepadia aus der Ukraine. Er erschuf es 2016 in knapp zwei Stunden mit dem Adobe Illustrator. Er ist von dem Urheberrechtsmissbrauch verständlicherweise nicht wirklich erbaut, aber alle seine Einwände bei den Betreibern der sozialen Netzwerke verhallten ungehört, so entschied er sich, selbst auf Instagram aktiv zu werden.

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I drew this optical illusion in Adobe Illustrator on September 26, 2016. To create it, I used the effect of Akioshi Kitaoka. This is a white and black stroke on a colored background, this is a white and black stroke on a colored background, which sets in motion the focus of vision and it seems to a person that the details of the image are moving. Japanese psychotherapist Yamamoto Hashima has nothing to do with this picture. Moreover, Yamamoto Hashima does not really exist. Google to help.
А теперь на русском.
Эту оптическую иллюзию я нарисовал в Адобе Иллюстраторе 26 сентября 2016 года. Для ее создания я использовал эффект Акиоши Китаока – это белая и черная обводка на цветном фоне, которая приводит в движение фокус зрения и человеку кажется что детали изображения движутся. Японский психотерапевт Ямамото Хашима не имеет никакого отношения к этой картинке. Более того, Ямамото Хашима не существует на самом деле. Погуглите ради интереса.

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“I drew this optical illusion in Adobe Illustrator on September 26, 2016,” he writes. “To create it, I used the effect of Akiyoshi Kitaoka. This is a white and black stroke on a coloured background… which sets in motion the focus of vision and it seems to a person that the details of the image are moving.”

„Ich habe diese optische Illusion am 26. September 2016 in Adobe Illustrator gezeichnet“, schreibt er. „Um sie zu erschaffen, habe ich die Wirkung von Akiyoshi Kitaoka genutzt. Dies ist ein weiß-schwarzer Strich auf einem farbigen Hintergrund… der den Blickpunkt in Bewegung setzt und es scheint, dass sich die Details des Bildes bewegen.“

Seitdem er selbst die Initiative ergriffen hat, kam Bewegung in die Sache, immer mehr Menschen erkennen seine Leistung an und weisen auf den Fake um die angebliche Stresserkennung hin.

Perepadia weist aber auch auf noch etwas ganz Wichtiges hin:

Den japanischen Neurologieprofessor Yamamoto Hashima gibt es nicht.

Man solle es doch mal mit Google probieren, meint er dazu, ein Vorschlag dem wir uns vollumfänglich anschließen können, bei derlei Sachverhalten bietet sich immer eine kurze Eigenrecherche über Google oder eine andere Suchmaschine an, so kann man recht sicher und schnell feststellen ob an einer Sache etwas dran sein kann. Gibt es eine Person augenscheinlich nicht, ist an der Sache auch nicht mehr als heiße Luft.

Quelle:

www.bbc.co.uk

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