NASA-Foto beweist HAARP durch eine Wolkenformation?

Von | 23. Oktober 2018, 10:26

Ein offizelles Foto der Weltraumagentur NASA soll einen sichtbaren Beweis für Wettermanipulation mittels „HAARP“ zeigen. Wir schauen für euch in den Himmel!

In jenem Beitrag wird scheinbar der Skandal aufgezeigt:

Screenshot mimikama.at

Screenshot mimikama.at

Der beschreibende Text dazu:

„Die gegenwärtige Trockenheit wurde gezielt mit Haarp und Chemtrails herbei manipuliert. (…)
Dieses NASA-Foto beweist die Manipulation durch HAARP, man sieht deutlich, wie das Wolkenmuster von einer HAARP-Station aus entsteht. Wenn wir diese unvorstellbare massive Manipulation durch Haarp und Chemtrails weiterhin zulassen, werden die Lebensunterstützungssysteme unserer Erde bald unfähig sein sich zu regenerieren.“

Kurzer Abriß: Was sollen Chemtrails und HAARP sein?

Unter Chemtrails verstehen Verschwörungstheoretiker Kondensstreifen (Contrails), die sich „nicht natürlich verhalten“, beispielsweise länger am Himmel sehen und sich ausbreiten, da sich in ihnen Barium und andere Schwermetalle befinden sollen, um das Wetter zu manipulieren und/oder die Menschheit zu vergiften.
Das HAARP-Projekt gab es wirklich, es handelte sich bis 2014 um ein Projekt, bei dem Radiowellen zur Untersuchung der oberen Atmosphäre und der Ionosphäre eingesetzt wurden. Verschwörungstheoretiker behaupten, es exstieren weitere, geheime Anlagen, die mit stärkeren Frequenzen unser Wetter manipulieren können („Geo-Engineering“).

Ist das Foto echt?

Tatsächlich handelt es sich um ein echtes Foto, welches man sich hier im Original anschauen kann. Es entstand am 26. März 2013, die Wolkenformation hat ihren Ursprung anscheinend von der Prince Edwards Island im südlichen Indischen Ozean.

Ist dieses Foto einzigartig?

Optisch erinnern diese Wolken an das Symbol für WLAN. Somit nicht verwunderlich, dass so Mancher vermutet, dass diese Wolken eine Art Strahlung sichtbar machen, die von den Inseln ausgeht.
Nun ist das allerdings nicht einmal ein seltenes oder das einzige Foto von solchen Wolken, hier haben wir ein weiteres Bild, ebenfalls von der NASA, vom 15. Januar 2006:

Quelle: Wikimedia

Quelle: Wikimedia

Auch hier sieht man, dass diese Wolken sich von einer Insel ausbreiten, in diesem Fall die Amsterdam Island, welche ebenefalls im südlichen Indischen Ozean liegt.

Und noch ein Bild haben wir, diesmal vom 5. November 2015:

Hier gehen diese Wolkenwellen sowohl von Prince Edward Island als auch von Marion Island aus.
Ein aktuelles Foto einer solchen Wolkenformation kann man auch auf Kachelmannwetter.com sehen.

Kleine Wolkenkunde

Man kann solche Wolkenwellen auch hierzulande sehen, doch besonders häufig tauchen sie anscheinend im Indischen Ozean auf, ausgehend von Inseln. Bedeutet dies, dass sich auf den Inseln geheime HAARP-Anlagen befinden? Oder zeigt sich da ein anderes, recht interessantes Phänomen?

Auffällig ist, dass sich solche Wolkenformationen immer von erhöhten Plätzen aus bilden, ob dies nun ein Berg oder eine ganze Insel ist.
Diese erhöhten Punkte bewirken nun oftmals bei bestimmten Wetterbedingunen etwas Besonderes: die eigentlich geschlossene Luftdecke wird durch einen auf- und absteigenden Luftstrom immer wieder unterbrochen, das Wasser in den Wolken verdunstet an den Stellen.

Wenn sich Wolken in einer stabilen Schicht bilden, in der die Temperatur mit der Höhe nicht sehr abnimmt oder sogar ein wenig zunimmt, kann eine Störung in dieser Schicht durch stärkere Luftströme dazu führen, dass sich die Luft wie Wasserwellen in einem Teich durch die Schicht bewegen. Dort, wo die Luft hinauf fließt, entstehen dann Wolken, wo sie hinabfließt, verdunsten die Wolken wieder, was solche Wellenstrukturen entstehen lässt.

Quelle: Skybrary

Quelle: Skybrary

Im obigen Bild ist dieser Effekt dargestellt. Oftmals entstehen dadurch auch linsenförmige Wolken, die über einem Berg oder nicht weit davon entfernt enstehen und manchmal für ein UFO gehalten werden.

Fazit

Diese Wolkenformationen sind kein Hinweis auf geheime HAARP-Anlagen und Wettermanipulation, sondern sind ein häufig zu sehendes und normales Wetterphänomen, welches insbesondere durch erhöhte Orte wie Berge und Inseln entsteht.

Wir brauchen deine Unterstützung
An alle unsere Leserinnen und Leser! Wir haben keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten offen halten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben
. Hier kannst Du unterstützen: via
PayPal, Steady oderPatreon

Aktuelles:

- Werbung -