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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Immer wieder erstaunen Betrügermails mit kleinen Tricks, welche die Empfänger in Sicherheit wiegen sollen. Auch diese hat so einen Trick dabei.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Mimikama: Warnung

Und zwar übernimmt diese Mail die persönliche Anrede aus dem Text und trägt diese direkt in die Felder der Phishingseite ein, so dass der Besucher den Anschein bekommt, auf einer vertrauenswürdigen Seite gelandet zu sein, die “ihn” ja schon kennt.

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Der Inhalt dieser Mail, welche sich missbräuchlich als PayPal ausgibt lautet:

Datum
17. November 2015

Sehr geehrte/r Frau Barbara […]

Bei einer routinemässigen Sicherheitsprüfung haben wir leider Unregelmässigkeiten hinsichtlich Ihres Paypal-Kontos feststellen müssen. Sie können Ihr Konto deshalb zurzeit nur eingeschränkt nutzen.
Um Ihr Konto wieder uneingeschränkt nutzen zu können und frei über Ihre Zahlungen oder bestehendes Guthaben verfügen zu können, ist ein Abgleich Ihrer persönlichen Daten zwingend erforderlich. Nach erfolgreichem Datenabgleich, können Sie Ihr Kundenkonto wieder wie gewohnt in vollem Umfang nutzen. Um einer erneuten Einschränkung zu entgehen, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Geben sie Ihre Daten nicht an Dritte weiter
  • Nutzen sie für den Zugriff auf PayPal keine öffentlichen Geräte

Um die Verifizierung Ihrer Kundendaten duchzuführen besuchen sie bitte den nachfolgenden Link:

Zur PayPal-Seite

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr PayPal Kundenservice

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Hier und da kleine Rechtschreibfehler und ein Patzer in der Anrede lassen den Empfänger stutzig werden: das ist eine gefälschte Mail!

Gefälschte Mails

Diese Mail verfolgt nur ein Ziel: die Empfänger sollen darauf hereinfallen und aus Neugier zunächst den Link anklicken. Auf den Klick öffnet sich ein Browserfenster und eine installierte Schutzsoftware zeigt in diesem Moment eine entsprechende Warnung:

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Ohne entsprechenden Schutz landet man auf einer Seite, welche PayPal nachempfunden ist. Interessanter Aspekt: der Link aus der Mail liefert dem Formular schon Informationen, so dass gewisse Felder auf den Betrügerseiten bereits ausgefüllt sind. Vorsicht, mit diesem Trick soll der Besucher in Sicherheit gewogen werden!

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Auf diesem Formular werden in einem ersten Schritt Login-Daten, danach persönliche- und Adressdaten abgefragt, letztendlich in einem weiteren dann noch sensible Bankdaten.

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Diese Seiten sind nur schwer von der echten Seite zu unterscheiden, als Hauptmerkmal dient die fehlende HTTPS-Anzeige in der Adressleiste. Diese Seite trägt ebenso eine URL, welche PayPal nachempfunden ist, um dem Besucher eine Scheinsicherheit zu geben: paypal.de-konflikt.eu ist NICHT PayPal.

Ob Amazon, Ebay, PayPal oder ähnliche Portale, hier gilt die selbe Regel wie bei Banken:auf keinen Fall gültige Daten eintippen!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.

Artikel Vorschaubild: PathDoc / Shutterstock.com