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Aber so richtig nackt! Mit Wutzi und Hündchenstellung und allerlei deutlicher Darstellungen. Alle nackt, alle explizit. Verdammt, jetzt werden wir schon übersexualisiert!

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Aber betrachten wir zunächst sachlich diese Bilder, das Buch und den Titel. Es handelt sich um ein paar Bilder, welche in 4-stelliger Höhe geteilt wurden, am 2. November gepostet wurden und einige hundert Kommentare mit sich tragen. Zu den Bildern gehört ein Statustext:

So… nun wissen unsere Grundschulkinder auch wie’s geht!

Janosch klärt auf…

Alles; bis hin zum Analsex!!!

Ich könnt sowas von kotzen

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Diese Bilder sind kein Fake. Der Titel des Buches lautet “Mutter sag, wer macht die Kinder?” und es stammt auch von Janosch. Was nun jedoch ein klitzeklein wenig diskutiert werden kann, ist das “nun”. in dem Statusbeitrag. Dieses “nun” fühlt sich ein wenig so an, als sei dieses Buch neu. Also so richtig neu, was auch bei vielen Kommentaren so ankommt.

Unglaublich, wie dreist hier vorgegangen wird. Dann können sie bald Kinder auch in Sexshops lassen, oder was geht in den Köpfen der Befürworter vor?

Oder aber auch:

Was ein Dreck . Wir haben lange gebraucht um soweit zu kommen wie wir sind. Und unsere inkompete Regierung schmeißt alles über Bord. Damit sich die Flüchtlinge hier wohlfühlen. Alles scheiß kindeficker. [sic!]

Aber nun mal halblang, sonst weiß man gar nicht, was am Ende schlimmer ist. Sind es die doch recht skurrilen Bilder des Buches “Mutter sag, wer macht die Kinder?” oder besteht der wahre Gruselfaktor aus den Kommentaren?

ISBN 10: 3576100385 / ISBN 13: 9783576100381

Ich sehe wieder die Vorwürfe: “Jetzt nimmt das linksgrünversiffte Gütmenschenmimikama schon die Übersexualisierung in Schutz”. Nein, das machen wir nicht. Wir müssen lediglich auf ein eine Kleinigkeit hinweisen, welche bei vielen, so wie auch dem folgenden Kommentar aus dem Kommentarstrang, wichtig zu wissen ist und ohne dessen Wissen Irritationen wie diese entstehen:

Bestimmt die antonio amadeo Stiftung mit im Spiel.. […] [sic]

Auch das ist nicht richtig, den die Amadeu Antonio Stiftung, so wie es mit korrektem Namen lautet, existiert erst seit 1998. Und das Buch … ja das Buch … verdammt … das hatte seine Erstauflage im Jahre 1992! [1]. Ja korrekt, das Buch “Mutter sag, wer macht die Kinder?” von Janosch erschien im Jahr 1992 im Mosaik Verlag (ISBN 10: 3576100385 / ISBN 13: 9783576100381)

Streitbares Buch

Bereits seit vielen Jahren steht dieses Buch in der Kritik vieler  Leser, die Amazonrezensionen gehen weit auseinander. 17 positive stehen gegenüber 22 negativen Bewertungen auf Amazon [2]:

Nette Zeichnungen ergeben noch kein gutes Aufklärungsbuch

Von Ein Kunde am 27. Mai 2000

Dieses Buch halte ich für sehr bedenklich und zur Aufklärung nicht geeignet. Denn darin werden einige Auffassungen vertreten, die den Kindern ein falsches Bild von Liebe und Sexualität vermitteln.

Um auch ein wenig deutlicher zu reden: nein, man ist nicht politisch sortierbar, wenn man die Bilder und das Buch kritisiert. Kritik kann und darf man äußern, geschieht bereits seit vielen Jahren. Dennoch gilt Vorsicht: ein Buch, welches während der Ära Kohls mit schwarz/gelber Regierung veröffentlicht wurde [3], kann man nicht 25 Jahre NACH seiner Entstehung einer aktuellen Regierung vorwerfen Das ist gefährlicher Unsinn.

 

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