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Warendorf – Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster ordnete Donnerstag Nachmittag (13.7.) das Amtsgericht Münster die Untersuchungshaft für den am Samstag festgenommenen 27 jährigen Tatverdächtigen an.

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Bei der Festnahme in Wadersloh war der Mann durch Schüsse der Polizei verletzt worden. Er konnte gestern in der Klinik erstmals vernommen werden.

„In der Anhörung hat der Beschuldigte umfänglich zum Tatgeschehen ausgesagt und die Vorwürfe bestätigt“,

erläuterte heute Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in Münster.

„Demnach habe der Beschuldigte die 22 jährige ehemalige Freundin zunächst erwürgt und anschließend die Wohnung in Brand gesetzt. Als Motiv für seine Handlung nannte er seine Enttäuschung über die verschmähte Liebe.“

Nach Abschluss der medizinischen Behandlung wird der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Quelle: Polizei Warendorf



Warendorf – Am Samstagmorgen (8.7.) erhielt die Polizei in Warendorf Hinweise zum Aufenthalt des Tatverdächtigen Julian B. im Bereich Wadersloh.

Als Beamte gegen 09:50 Uhr den roten Opel Vectra des Flüchtigen erkannten, entfernte sich der Tatverdächtige mit hoher Geschwindigkeit in einen Wirtschaftsweg östlich von Wadersloh. Der Tatverdächtige wendete sein Fahrzeug auf dem Wirtschaftsweg und fuhr zurück.

„Als der Tatverdächtige hinter einer Kurve auf den ihm folgenden Streifenwagen traf, stieg er aus und hielt eine Schusswaffe in der Hand“,

erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt heute in Münster.

„Nach ersten Erkenntnissen forderten die Polizisten den 27 jährigen auf, die Schusswaffe abzulegen. Dieser Aufforderung folgte er nicht, stattdessen zielte er auf die Beamten.“

Aufgrund dieser Bedrohung gaben die Beamten mehrere Schüsse auf den Tatverdächtigen ab und verletzten ihn dadurch schwer. Rettungskräfte brachten den Verletzten mit einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Münster. Nach erster Notoperation besteht zurzeit keine Lebensgefahr. Ein eingesetzter Polizeibeamter stürzte im Einsatz und verletzte sich dabei leicht.

Die Verstorbene wurde Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster im Institut für Rechtsmedizin der Universität Münster obduziert.

„Bei der Verstorbenen handelt es sich um die ehemalige Freundin des Tatverdächtigen, eine 22 jährige Frau aus Beckum“,

erklärte Oberstaatsanwalt Botzenhardt zum Ergebnis.

„Die Verstorbene ist vermutlich bereits durch Gewalteinwirkung vor dem Brand getötet worden. Die Rechtsmediziner stellten entsprechende Hinweise im Halsbereich der Verstorbenen fest.“

„Die Ermittlungen zum Motiv und dem genauen Tatablauf dauern an“, erklärte der Leiter der Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster, Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux. Aus Gründen der Neutralität ist das Polizeipräsidium Bielefeld mit den Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch beauftragt.



Warendorf Nach dem Brand und dem Fund einer Leiche in einem Wohnhaus in Beckum fahnden die Behörden nach dem 27-jährigen Julian Berle aus Wadersloh.

Die Ermittler gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass es sich bei dem Leichnam mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Ex-Freundin des Waderslohers, eine 22-jährige Frau aus Beckum handelt.

„Der 27-jährige Julian B. ist dringend tatverdächtig seine Ex-Freundin in der Nacht nach einem Streit in der Wohnung der jungen Frau getötet zu haben“,

erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

„Um seine Tat zu verdecken, setzte er vermutlich im Anschluss die Wohnung der jungen Frau in Brand und flüchtete. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürfte es sich um eine reine Beziehungstat handeln.“

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ eine Richterin am Mittag Haftbefehl wegen Totschlags und besonders schwerer Brandstiftung gegen den 27-jährigen Beschuldigten. Zudem ordnete sie die öffentliche Fahndung nach dem Beschuldigten an.

Beschreibung

Julian Berle ist etwa 1,75 Meter groß und von kräftiger Statur. Er hat rote Haare und trägt einen Vollbart.

Vermutlich ist er mit einem älteren roten Opel Vectra C mit dem Kennzeichen WAF-JB 290 unterwegs.

Der Beschuldigte führt eine scharfe Schusswaffe mit sich.

Sollte er angetroffen werden, ist unverzüglich, ohne eigenmächtiges Handeln, die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen.

Hinweise auf die Person nimmt die Polizei in Warendorf zudem unter der Telefonnummer 02581 600-0 entgegen.