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Wir alle haben wohl schon unsere Erfahrungen mit Internetbetrug gemacht. Seien das Phishing-Mails, Viren/Trojaner, oder dubiose Werbung, welche einem ein unglaubliches Wachstum des primären Geschlechtsorganes verspricht.

Doch egal wie sicher wir uns fühlen, die Betrüger sind auch nicht untätig und lassen sich immer wieder neue und andere Maschen einfallen. Eine Userin hat ZDDK / Mimikama ihre Erfahrungen geschildert und uns freundlicherweise erlaubt, diese hier wiederzugeben.

Warum?

Wichtig wäre mir nur, dass nicht andere darauf rein fallen. Deswegen schreibe ich euch…

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Betrug beim Kinderwagenkauf

Ich hatte auf Google einen Stokke Crusi (anm: Kinderwagen) gesucht und einen auf www.xyz.xy (anm: URL durch Mimikama zensiert) gefunden. Standort war München und es war offensichtlich, dass derjenige, der die Anzeige geschaltet hatte, sich des Google Übersetzers bedient hatte. Dennoch wollte ich hin fahren (anschauen um das Risiko zu minimieren) und habe eine Anfrage geschickt.

Die Antwort kam aber (angeblich) aus Derry, Nordirland. Da ich dort schon immer Urlaub machen wollte, habe ich angeboten, den Kinderwagen dort abzuholen und zu bezahlen. Aus Sicherheitsgründen ginge das nicht, weil sie nur ein Lagerhaus und kein Büro hätten. Dann sagte ich ab, weil ich niemandem 690€ inklusive der 50€ Versand vorab überweisen wollte.

Mit dem Trick, wir könnten das Risiko teilen und ich zahle nur die Hälfte an und die Hälfte spätestens 24 h nach Erhalt der Ware, haben sie mich dann doch geködert und ich habe das Geld via “Moneygram” überwiesen.

Zwei Stunden stäter sollte ich die Trackingnummer bekommen und bekam stattdessen eine traurige Mail, der Spediteur hätte neue Regeln und es kämen noch 200 € für die Versicherung dazu.

Habe geschrieben, dass sie das zahlen sollen, dass sie kein Geld mehr von mir bekommen. Sie meinten, es wäre doch kein Problem, wenn der Wagen unversehrt ankommt und ich die Versicherung nicht brauche, würde ich 100 € zurück bekommen.

Wieder der Trick mit der Hälfte. Hatte ja schon mal funktioniert.

Hab geschrieben, dass sie die 100€-Differenz von mir noch bekommen würden, wenn der Wagen hier ist.

Dann sind sie regelrecht frech geworden.

Als ich sah, dass die 2. Geldüberweisung nach Nigeria gehen sollte, war mir alles klar. Das Geld ist verloren.

Habe jetzt noch bissel mit denen gespielt und geschrieben, ich hätte eine eigene Versicherung. Sie meinten, die müsse aber aus UK sein. Ich meinte, das wäre sie.

Dann wollten sie einen Ansprechpartner von mir. Habe mir einfach einen Namen ausgedacht und geschrieben, dass es eine Schulfreundin von mir wäre und ich deswegen einen guten Preis bekommen würde. Ich bräuchte jetzt nur noch die Pick-Up-Station und den Namen des Spediteurs, schrieb ich.

Dann kam, dass man was Besseres zu tun hätte, als mir diese Infos zu schicken. Final habe ich gestern doch eine URL und eine Mail-Adresse erhalten. Keine Ahnung, ob ich da jetzt mal anrufe und frage, ob die von denen wissen. Aber ich vermute, die stecken alle unter einer Decke. Also schicke ich Ihnen vielleicht eine „homemade“ Versicherungspolice und warte, was passiert. Ich bin mir noch unschlüssig.

Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passiert. Aber die sind echt nicht blöd, schreiben so etwas wie „Sorry, dass ich so spät antworte, bin gerade erst aus dem Lager zurück.“ Ich wette, die haben überhaupt kein Lager.

Hätte ich auf mein Bauchgefühl gehört, wäre mir das nicht passiert.

Wichtig wäre mir nur, dass nicht andere darauf rein fallen. Deswegen schreibe ich euch…

Wie schütze ich mich?

Es wird allgemein geraten, solche E-Mails oder andere Kontaktaufnahmen nicht zu beantworten und sich nicht mit den Beteiligten in Kontakt zu setzen.

Eine gute Broschüre zum Thema liefert die Polizeiberatung

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An dieser Stelle einen herzlichen Dank an dieser Stelle an J. E. für den Bericht und die Erlaubnis diesen hier zu veröffentlichen!

Autor: Roman, mimikama.at