Muss Flaschenpfand nun versteuert werden? - Nein!

Muss Flaschenpfand nun versteuert werden? – Nein!

Von | 27. Januar 2020, 15:57

Ein großer Skandal bahnt sich da scheinbar an: Sind die Einnahmen aus Flaschenpfand nun steuerpflichtig?

Das Wichtigste über das Flaschenpfand in Kürze:

  1. Seit dem 1. Januar soll Flaschenpfand als Einnahme gelten
  2. Angeblich habe das der Bundestag so beschlossen
  3. Dabei handelt es sich jedoch um einen Satire-Artikel

Laut einem Artikel der Seite „Die Journaille“ hat der Bundestag auf Antrag der CDU ein Gesetz verabschiedet, wonach der Ertrag aus dem Sammlen von Leergut, also der Flaschenpfand, künftig als Einnahmen angesehen werden, die dementsprechend auch zu versteuern sind.

Der Bundestag hat auf Antrag der CDU verabschiedet, dass der Ertrag aus dem Sammeln von Pfandflaschen künftig zum Einkommen gerechnet werden soll.

Gepostet von Die Journaille am Sonntag, 26. Januar 2020

Die Journaille…

Laut eigenen Angaben bringt „Die Journaille“, welche erst seit Dezember 2019 existiert, „die kompetensten Nachrichten Deutschlands“. Der Nachrichtenticker auf der Seite zeigt uns auch deutlich deren Seriosität, so finden sich dort Meldungen wie:

  • Dachs klettert auf Rekordhoch
  • Donald Trump ist eine wütende Orange
  • In China ist ein Sack Reis umgefallen
  • Es gibt nur einen Gott: Belafarinrod [Eine Nachricht, der der Autor als Ärzte-Fan vorbehaltlos zustimmen muss!]

Auf der Homepage finden sich einige Artikel, auf deren Facebookseite kann man sich auch umschauen. Die Art und Weise der Nachrichten und Sharepics verraten auch dem Humorlosesten verraten, was das für eine Seite ist!

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Aktuelles Top-Thema:

…ist eine Satireseite!

Prinzipiell greift Mimikama keine Satire auf, um auf Satire hinzuweisen. Bei Satire handelt es sich übrigens auch nicht um eine Form der Fake-News, sondern Satire ist eben eine Satire und auch als solche zu konsumieren. Wir behandeln Satireseiten zumeist dann, wenn die Quelle nicht deutlich als Satire erkennbar ist, sie eine Scheinsatire betreibt oder es sich, so wie hier, um eine junge und noch kaum bekannte Webseite handelt.

MERKE: Die Journaille = Satire

Oft passiert es, dass Leser/innen nur beim so genannten “Teaser” (Facebookvorschau) hängenbleiben und den Inhalt oft gar nicht selbst auf seinen Charakter prüfen.

Dabei kann es sehr einfach sein, einer Satire nicht auf den Leim zu gehen.

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Welche Fragen sollte man sich als Leser/in stellen?

  • Wer schreibt? (Impressum)
  • Welchen Charakter hat die Webseite?
  • Welcher Gattung gehört der vorliegende Text an? (entsprechende Anmerkung über dem Inhalt oder unter dem Inhalt vorhanden?)

Darauf basierend knüpfen dann die klassischen Prüfpunkte an (falls überhaupt noch notwendig):

  • Inhaltlicher Gegencheck –> Suchmaschinen nutzen
  • Bildercheck –> Rückwärtssuche

Auch wenn es ein bisschen mehr Arbeit bedeutet, als schier eine Überschrift zu lesen, lohnt es sich am Ende! Allein schon, weil man seine Nerven schonen kann, die eine Empörung in Wallung bringt. Im Notfall Ruhe bewahren! Wer hinter die Kulissen blickt, entdeckt, dass man sich oft gar nicht so sehr in etwas reinzusteigern braucht.

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