-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Im Moment häufen sich die Anfragen zu einem Statusbeitrag der den Titel: “Gymnasiasten müssen Strafarbeit schreiben, wenn sie nicht an Flüchtlingsaktion teilnehmen” trägt.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

image

Folgt man dem Link dann bekommt man folgendes zu lesen:

Sonja Würf (Foto l.), gutmenschliche Lehrerin am Robert-Koch-Gymnasium im niederbayrischen Deggendorf und aktiv im Vorstand des „Netzwerks für kulturelle Vielfalt“, hat eine kleine Weihnachtsaktion für „Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Jeder ihrer Schüler soll doch bitte ein Päckchen mitbringen, das dann an 500 Flüchtlingskinder im Kreis Deggendorf übergeben werden soll. Das perfide daran: Wer sich weigert, muss an einer Umerziehungsmaßnahme teilnehmen!

image
Screenshot PI-News

Am Ende des Artikels kann der User sich die ganze Story selbst durchlesen.


SPONSORED AD

Auch wir haben uns diese Story durch gelesen. Folgt man dem Link, dann kommt man auf die Webseite der Deggendorfer Zeitung.

image

Und am Ende steht folgendes:

image

Und Lehrerin Sonja Würf hat ebenfalls eine gute Methode entwickelt, um Kritiker zum Nachdenken anzuregen: „Wenn mir beispielsweise ein Schüler sagt, dass er sich nicht an einer Aktion für Flüchtlinge beteiligen will, dann lasse ich mir das gerne auch in einer Argumentation im Rahmen der üblichen Hausarbeiten auf mehreren Seiten ausführen.“ Da würden die Argumente meist nämlich schnell ausgehen.

Eine sehr unglückliche Aussage der Lehrerin!

Aber es gibt mittlerweile eine Stellungnahme des Schulleiters.

Schulleiter nimmt Stellung – nach Hetze gegen Weihnachtsaktion

Eine missverständliche Formulierung im PNP-Artikel vom 11. Dezember über eine Weihnachtspäckchenaktion für Flüchtlingskinder des Robert-Koch-Gymnasiums in Deggendorf hat zu teils heftigen Reaktionen geführt. Kritik kam insbesondere aus dem rechten Lager. Anhänger der Szene verbreiteten den Bericht und hetzten gegen die Aktion bzw. die Initiatorin. Dazu nimmt Schulleiter Heinz-Peter Meidinger Stellung:

„In dem Bericht wurde eine Lehrkraft des Robert-Koch-Gymnasiums so zitiert, dass bei manchen Lesern der Eindruck entstand, an unserer Schule wäre auf Schülerinnen und Schüler durch Vergabe von „Strafarbeiten“ Druck ausgeübt worden, sich an der Aktion zu beteiligen.

Dazu Meidinger: „Die Aktion ,Weihnachtspäckchen für Flüchtlingskinder‘ war eine gemeinsame freiwillige Initiative mehrerer Lehrkräfte verschiedener Deggendorfer Schulen und Kindergärten im Zusammenwirken mit der evangelischen Gemeinde. Weder von der Schulleitung noch von einzelnen Lehrkräften wurde auf Schüler, Klassen und Lerngruppen irgendein Druck ausgeübt, sich an der Aktion zu beteiligen. Keiner Schülerin, keinem Schüler wurde jemals in diesem Zusammenhang eine ,Strafarbeit‘ erteilt. Keiner Schülerin, keinem Schüler wurde eine solche ‚Strafarbeit‘ angedroht, um sie, um ihn zur Teilnahme zu bewegen.

Das aus Oberstufenschülern bestehende Praxis-Seminar Projektmanagement der an unserer Schule für die Organisation dieser Aktion verantwortlichen Lehrkraft, OStRin Sonja Würf, hat sich selbstständig und freiwillig aus ursprünglich vier Projektvorschlägen für diese Weihnachtspäckchenaktion entschieden.

Auf eine Journalistenfrage, wie man als Lehrkraft mit Einwänden von Schülern gegen diese Aktion umgehe, hat die angesprochene Lehrkraft, Frau Würf, geantwortet, als Deutschlehrkraft wisse sie, dass es helfe, die Diskussion zu versachlichen, wenn man solche Einwände im Rahmen einer Pro- und Contra-Aufstellung mit argumentativer Begründung von den Schülern auflisten lasse.

Im Übrigen verweise ich darauf, dass ‚Strafarbeiten‘ grundsätzlich an bayerischen Schulen nicht gestattet sind.

Es hat auch Stimmen gegeben, die kritisiert haben, dass nur Flüchtlingskinder und nicht auch bedürftige deutsche Kinder beschenkt werden. Jede Spendenaktion, jede Wohltätigkeitsveranstaltung muss sich zwangsläufig immer auf ein Hauptziel konzentrieren. An Deggendorfer Schulen haben in der Vergangenheit zahlreiche Spendenaktionen stattgefunden, die andere hilfsbedürftige Gruppen im Fokus hatten. Das wird auch in Zukunft so sein. Wir sollten Benachteiligtengruppen nicht gegeneinander ausspielen.

Es ist sehr schade, dass das enorme freiwillige Engagement für diese Aktion, das alle vorherigen Erwartungen übertroffen hat, in der Öffentlichkeit durch missverstandene oder missverständliche Formulierungen in einen schiefes Licht gerückt worden ist.“

Quelle: PNP.de