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Und wieder sieht sich Facebook mit Vorwürfen konfrontiert, dass die Plattform die rasante Verbreitung von brutalen, verstörenden oder rechtswidrigen Inhalten begünstige.

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Wie diverse Medien berichten, tritt die Frage, wie Facebook mit Gewaltbeiträgen umgeht, wieder in den Fokus.

Anlässlich zum Mordvideo aus Cleveland erheben sich kritische Stimmen in Hinsicht auf den  Prüfungsvorgang sensibler Daten und Inhalte auf der Online-Plattform.

Zwei Stunden lang war der Mord an einem 74-Jährigen auf Facebook öffentlich zugänglich, bevor Facebook das Video von der Plattform löschte.

Der Vorfall lässt Zweifel aufkommen, ob Facebook der Flut an hochgeladener Daten aus aller Welt gewachsen sei.

Facebook veröffentlichte eine detaillierte Auflistung der Ereignisse vom Sonntag und gelobte Besserung:

So hatte der Täter insgesamt drei Videos hochgeladen:

Er kündigte demnach im ersten Video an, dass er einen Mord begehen wolle. Laut Facebook wurde dieses Video von keinem Nutzer gemeldet.

Nur zwei Minuten später kursierte bereits das Video mit dem Tatvorhergang selbst, das erst knapp zwei Stunden später das erste Mal gemeldet wurde.

Beim dritten Video handelte es sich um das Bekenntnis zum Mord und wurde live übertragen, kurz darauf wurde es gemeldet.

„Wir haben das Benutzerkonto 23 Minuten nach dem ersten Bericht über das Mordvideo und zwei Stunden nach der ersten Meldung überhaupt gelöscht. Wir wissen, dass wir da besser werden müssen“,

teilte Facebook mit.

Ein schmaler Grat

Ein Löschen im Nachhinein nutzt auch in diesem Fall nur bedingt etwas, denn Kopien der Aufnahmen kursieren noch immer massenhaft.

Zum Einsatz kommen Algorithmen und Angestellte, die problematisches Material aussortieren sollen.

Doch leider zeigte die Vergangenheit, dass damit einem Verbreiten von Inhalten wie Suiziden, Vergewaltigungen, Enthauptungen, Folter und anderem nicht wirklich vorgebeugt werden kann.

Der öffentliche Druck auf den Megakonzern steigt und Facebook selbst ist sich seinen Versäumnissen bewusst:

“Wir wissen, dass wir uns verbessern müssen.“

Die Soziale Netzwerk steht seit Jahren im Visier von Datenschützern und steht bei Fake-News-Seiten hoch im Kurs.

Quellen: Kleine Zeitung, Spiegel Online, DW, Facebook Newsroom

Vorschaubild Quelle: Bakhur Nick / Shutterstock.com