"Mitnahme von Flüchtlingen im Bus" - Ist diese Dienstanweisung echt?

Eine Dienstanweisung aus dem Jahre 2015 wird erneut in den sozialen Netzwerken geteilt.

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Der Textgegenstand: Die Mitnahme von Flüchtlingen im Bus und dass diese grundsätzlich befördert werden – auch ohne Fahrschein.

So sieht das Bild aus:

Screenshot by mimikama.at
Screenshot by mimikama.at

Mitnahme von Flüchtlingen im Bus

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch in unseren Bussen wird das Thema Flüchtlinge immer akuter. Aus diesem Grund hat die DB Regio Bus eine einheitliche Vorgehensweise eingeführt:
Flüchtlinge werden grundsätzlich befördert auch ohne Fahrschein. Der Fahrer entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen wer Flüchtling ist – im Zweifel mitnehmen.“

Der Faktencheck

Ja, dieses Schreiben ist echt!

Das erste Mal berichteten wir im Oktober 2015 über diese Dienstanweisung.

Man sollte meinen, dass da etwas gephotoshoped wurde, da der Verteiler-Abschnitt unter der Überschrift „Dienstanweisung“ einigen Text überlappt, doch dabei handelt es sich wohl nur um eine schlechte Bearbeitung des Schreibens.

Wir kontaktierten die DB im Jahre 2015 und erhielten folgende offizielle Stellungnahme:

  • Jeder, der Züge und Busse der Deutschen Bahn nutzt, benötigt einen Fahrausweis.
  • Flüchtlinge ohne Fahrausweis erhalten eine so genannte Ersatzfahrkarte. Zur Abrechnung dieser Fahrkarten stehen wir im Dialog mit den Behörden.
  • Unsere Erfahrung zeigt aber auch, dass ein Großteil der Flüchtlinge Fahrkarten ganz regulär kauft.
  • Eine in diesem Kontext im Web verbreitete Dienstanweisung von DB Südbadenbus beruht auf einem Missverständnis und ist eingezogen.
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