Facebook in Rosa oder auch der “gefällt mir nicht” Button – zwei immer wiederkehrende Themen, die auf unserer Pinnwand diskutiert werden. Grundsätzlich sind diese Funktionen in Facebook selber nicht enthalten. Dies kann man sich damit erklären, dass der technische Aufwand, der betrieben werden müsste, um jedem User ein individuelles Design zu ermöglichen, für Facebook nicht einfach zu realisieren und zu warten wäre. Ständige kleine Veränderungen in der Programmierung passieren meist täglich im Hintergrund. Jedem User nun die Möglichkeit einzuräumen, sein Profil zu individualisieren, würde den Aufwand seitens Facebook sprengen und geht ganz am Sinn von Facebook vorbei. Das Netzwerk besticht lieber durch individuelle Profilinhalte, als durch optische Anpassung des gleichen.

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Das Verhalten der Nutzer lässt aber eher vermuten, dass sie mehr Wert auf Farbenpracht legen, als auf qualitative Postings.

Die im Grunde mehr dazu beitragen würden, sich selbst zu präsentieren, als wenn man ständig nur “digitalen Mist” weiterpostet. Was auch viele scheinbar nicht erkennen, der “gefällt mir nicht” Button scheint eigentlich unnötig, da, wenn ich eben nicht auf “gefällt mir” klicke, dies doch das gleiche ist, als wenn ich extra noch auf “gefällt mir nicht” klicken würde.

Eines gleich vorweg, für die meisten Leser wird es hier teilweise sehr technisch ablaufen, für einige wenige wird das vielleicht alles ein “alter Hut” sein.

Die Thematik ist leider ein wenig zu komplex, als dass man “mal eben so” einen kurzen Bericht dazu verfassen könnte. Ich werde mich aber bemühen, alles so detailliert wie nötig, und so verständlich, wie möglich, zu erklären.

Was aber unerlässlich ist: es werden gute Englischkenntnisse benötigt, um mit den hier vorgestellten Add-ons arbeiten zu können. Bitte lest daher den Artikel aufmerksam durch und überlegt euch dann, ob ihr den geforderten Aufwand bewältigen wollt oder ob ihr euch doch mit einem Standard-Design von Facebook zufrieden geben könnt.

Aber kommen wir nun zum Thema: Browseradd-ons – (=Erweiterungen)…

… mit denen man “sein” Facebook individualisieren kann.

Um zu erklären, wie das funktioniert, muss ich ein wenig weiter ausholen (jetzt wird es ein wenig technisch). Die Programmierung von Facebook – wir sprechen hier im Fachjargon von Quelltext – besteht aus der Programmiersprache PHP, und wird mittels HTML und CSS formatiert und gegliedert angezeigt. Dutzende Zeilen Quellcode sorgen dafür, dass die Facebookseiten für jeden dynamisch angezeigt werden. Im Hintergrund laufen zigfach Abfragen der Datenbank, wer mit wem befreundet, welcher User welche Inhalte sehen darf und wie viele “likes” ein Kommentar oder Bild schon bekommen hat.

Die Add-ons “Stylish“ und “SocialFixer“ greifen diesen Quellcode im Browser des Betrachters ab und verändern ihn. In erster Linie heißt das, dass alle Veränderungen nur subjektiv sind und nur von einem selber gesehen bzw. genutzt werden können. Deine Freunde sehen deine Profilseite gänzlich unverändert.

Weiter ist es aber so, das Facebook ständig seinen Quellcode verändert, um Fehler zu beheben, die Funktionen zu erweitern oder zu modernisieren. Sollten diese Veränderungen so umfangreich sein, dass sie wesentliche Designelemente betreffen, kann das Add-on die Zusammenhänge nicht mehr erkennen und funktioniert ggf. nicht mehr richtig. Außerdem können sich mehrere Addons gegenseitig blockieren. Beim Autofahren kann ja auch nur eine Person der Fahrer sein. Daher sollte man mit einem kurzen Blick in seine installierten Erweiterungen überprüfen, ob es da mehrere Addons gibt, die denselben Zweck erfüllen und somit eins davon überflüssig ist.

Zu den Add-ons gelangt ihr, wenn ihr in der Adressleiste eures Browsers z.B.

  • about:addons bei Firefox oder 
  • chrome://extensions  bei Google Chrome

eintippt.

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Nachdem wir unserem Browser, in diesem Falle Firefox, das Add-on hinzugefügt haben, bedarf es nur noch eines Neustarts und das Plug-in ist aktiviert und wartet auf die erste Verwendung.

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Firefox warnt hier nochmal ausdrücklich davor, dass man nur Plugins von vertrauenswürdigen Quellen installieren sollte. Im Idealfall direkt vom Addon Verzeichnis von Mozilla.

Auch Plugins und Erweiterungen können Schädlinge mitbringen.

1. – ganz easy – Stylish

Stylish wurde rein für das Design entwickelt. Es fängt die Designelemente ab und ersetzt sie mit eigenen Grafiken. All diese Grafiken liegen jetzt nicht mehr auf dem Facebook-Server sondern kommen von außerhalb. Stylish ist relativ einfach zu bedienen.

Wir besorgen uns das Add-on für Firefox aus dem offiziellem Addon Verzeichnis von Mozilla https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/stylish/

Wir erkennen schon an der Bewertung, das dieses Add-on für den Großteil der Nutzer wie angepriesen´, funktioniert.

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Nach der Installation und Aktivierung von Stylish können wir nun für eine Vielzahl von Seiten (Facebook, Youtube, Tumblr, Google,….) “User-Styles” aktivieren und erhalten so ein individuelles Aussehen der jeweiligen Seite.

Diese finden wir im Katalog der Seite http://www.userstyles.org

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Ein klarer Vorteil liegt auf der Hand: wir haben Einblick in den Quellcode und so können etwaige Sicherheitslücken oder ungewollte Änderungen schnell ausfindig gemacht werden. Ein wichtiger Indikator ist daher auch hier auf die Bewertungen von anderen Usern zu schauen. Mehrere Paare von Augen sehen halt doch “mehr”, als nur ein Paar. Vor allem wenn dieses eine Paar Augen bislang noch nie mit CSS Styles in Verbindung gekommen ist.

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Natürlich ist es nicht zwangsläufig notwendig, zu wissen was HTML/PHP/CSS ist und wie diese funktionieren. Dieses Wissen wird man sich auch nicht so schnell aneignen können. Durch die Größe des Internets findet sich aber immer jemand, der den Code lesen, verstehen und bei einer potenziellen Gefahr, davor warnen kann – das ist der Vorteil von opensource (=offener Quellcode).

Nachdem wir uns für ein Style entschieden haben, können wir Facebook nun endlich etwas individueller nutzen. Diese Layout-Veränderungen betreffen aber immer nur den jeweiligen Computer auf dem diese Änderungen angewendet wurden. Andere Nutzer sehen deine Chronik genauso wie vorher.

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2. – für Profis – Social Fixer

Wir finden den Socialfixer entweder auf der offiziellen Homepage des Autors (www.socialfixer.com) oder im Addon-Verzeichnis des jeweiligen Browsers. Für den Firefox ist dies: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/socialfixer/

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Im offiziellem Add-on-Verzeichnis erhalten wir zusätzlich eine Bewertung von Usern die dieses Add-on bereits nutzen. Dies ist unter anderem ein Indikator für die Qualität eines Add-ons. Je mehr positive Bewertungen, desto mehr funktioniert dieses Add-on wie angepriesen und wir brauchen keine Angst vor einer Überraschung zu haben.

Auf der Homepage des Autors finden wir zudem noch weitere Informationen über seine Arbeit. Hierbei ist besonders die Dokumentation und die “häufig gestellten Fragen” – die FAQ’s zu beachten. Wer auf erste Probleme oder Fragen stößt, wird hier meist direkt fündig.

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Wichtige Info: In den FAQ wird direkt darauf eingegangen warum es zeitweise nicht funktioniert.

Social Fixer begrüßt uns nach der erfolgreichen Installation und Aktivierung mit einem Guide der einen in 10 Schritten die meist genutzten Funktionen ganz leicht einstellen lässt.

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Wie man unschwer erkennen kann, ist dieses Addon vollständig in englischer Sprache gehalten.

Wer bereits mit dieser 10-Seitigen Einführung Kopfschmerzen bekommt, der sollte sich sehr sorgfältig überlegen, ob es die Mühe wert ist. Das Plug-In ist ein mächtiges Werkzeug und als solches will es auch verstanden werden. Durch unvorsichtiges Herumklicken kann zwar kein Schaden entstehen, aber man kann seine Facebookseite schon ziemlich verunstalten und somit nichts mehr erkennen. In diesem Falle bitte das Plugin einfach wieder entfernen.

Neben den “Top 10″Veränderungen von Social Fixer, zu denen unter anderem die Deaktivierung der “Foto-Box” fällt, hat man innerhalb der Optionen sehr umfangreiche Möglichkeiten, seine Ansicht grundlegend umzugestalten. Viele der Funktionen werden den meisten Lesern ziemlich verwirrend vorkommen und ich möchte nochmals darauf hinweisen, wie wichtig und notwendig es ist, sich alles genau durchzulesen. Auch wenn es anstrengend erscheint, ist auch ein Blick in die offizielle Dokumentation immer eine große Hilfe.

Da die Materie hierzu schier endlos ist, beschränke ich mich darauf, das Facebookprofil einfach mit einem Theme umzugestalten. Auf den folgenden Screenshots ist dies sehr gut dargestellt und zudem gibt es noch einen Einblick in den HTML/CSS Code von Facebook:

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